Mittwoch, 27. Dezember 2017

Syrien: Hilfsorganisationen evakuieren Schwerkranke aus Ost-Ghuta

Nach monatelangem Warten haben Hilfsorganisationen erstmals Schwerkranke und Schwerverletzte aus der belagerten syrischen Rebellenbastion Ost-Ghuta bringen können.

Ost-Ghuta ist eine der letzten Gebiete unter Kontrolle der Rebellen.
Ost-Ghuta ist eine der letzten Gebiete unter Kontrolle der Rebellen. - Foto: © APA

Vertreter von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond hätten damit begonnen, lebensbedrohlich Erkrankte in die Krankenhäuser von Damaskus zu bringen, teilten die Organisationen am Mittwoch auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Ost-Ghuta ist eine der letzten Gebiete unter Kontrolle der Rebellen. In der Region am Ostrand von Damaskus leben knapp 400.000 Menschen seit 2013 unter ständiger Belagerung durch die Regierungstruppen.

Rund die Hälfte davon sind Kinder. Seit Jahren haben sie kaum noch Lebensmittel oder Medikamente; viele Menschen, die seit Monaten auf ihre Evakuierung warteten, sind inzwischen nach UNO-Angaben gestorben.

In der Region wurde eine sogenannte Deeskalationszone ausgerufen, in der eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen gelten soll. In den vergangenen Wochen nahm dort die Gewalt aber zu.

apa/afp

stol