Nur wenige der Extremisten seien in dem Ort geblieben. Gegenwehr bei der Einnahme der Stadt am Mittwoch habe es so gut wie keine gegeben. Dies sei ungewöhnlich für den IS, erklärte die Beobachtungsstelle mit Sitz in London. Sie bezieht ihre Informationen von einem dichten Netzwerk an Informanten.Ein größeres IS-Zentrum bestehtAl-Bab, etwa 70 Kilometer südwestlich, gilt als letztes größeres Zentrum der Terrormiliz in der Region, nachdem kurdische Truppen zuletzt die wichtige Stadt Manbij eingenommen hatten. Bis zu 450 IS-Kämpfer hätten sich bis Dienstag noch in Jarablus aufgehalten, sagte der Vorsitzende des örtlichen Stadtrates, Mahmoud Ali. Jarablus wurde seit drei Jahren vom IS kontrolliert.Die türkische Regierung betonte, dass die Operation „Schutzschild Euphrat“ so lange fortgesetzt werde, bis „unmittelbare Bedrohungen für die nationale Sicherheit ausgeschaltet“ seien.Die Tageszeitung „Hürriyet“ berichtete, die Regierung in Ankara wolle im Norden Syriens eine Pufferzone einrichten, die „frei von Terrorgruppen“ sei. Die Einsatzstärke der türkischen Armee habe am Mittwoch bei 450 Mann gelegen, sie könne im Verlauf der Offensive auf 15.000 erhöht werden.Opferzahlen unbekanntUnter Berufung auf Angaben des Militärs berichtete „Hürriyet“, auf der Seite der Islamisten seien am Mittwoch 100 Kämpfer getötet worden. Dafür gab es ebenso wenig eine Bestätigung wie für einen Bericht der Nachrichtenagentur Dogan vom Vorabend, in dem die Zahl der getöteten IS-Kämpfer mit 46 angegeben wurdeVerluste der türkischen Armee wurden nicht bekannt, laut IS wurde ein Kämpfer der syrischen Opposition getötet. Laut türkischer Regierung wurden bei dem Einsatz zwei syrische Kämpfer getötet, jedoch keine türkischen.apa/dpa/afp