Samstag, 29. August 2015

Syrien-Krieg – Waffenruhe in Zabadani offenbar gebrochen

Eine Waffenruhe in der strategisch wichtigen syrischen Stadt Zabadani westlich von Damaskus ist einen Tag vor ihrem Ablauf gebrochen worden. Kräfte des Regimes hätten den von Rebellen kontrollierten Ort nahe der Grenze zum Libanon beschossen, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag.

Die syrischen Rebellen (im Bild) kämpfen seit Monaten erbittert gegen die Truppen des syrischen Machthabers Assad - Archivbild
Die syrischen Rebellen (im Bild) kämpfen seit Monaten erbittert gegen die Truppen des syrischen Machthabers Assad - Archivbild - Foto: © APA/AP

Beide Seiten hatten sich am Donnerstag auf eine zweitägigen Waffenruhe geeinigt, die noch einmal um einen Tag verlängert wurde. Regimekräfte und die mit ihre verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah versuchen seit Wochen, Zabadani einzunehmen.

Die Stadt ist strategisch bedeutsam, weil sie nahe einer wichtigen Verbindung zwischen dem Libanon und der syrischen Hauptstadt Damaskus liegt. Zabadani ist die letzte Hochburg der Rebellen in der Region.

Ebenfalls gebrochen wurden eine Waffenruhe in den Schiiten-Dörfern Kafraya und al-Foua nahe der Grenze zur Türkei. Örtliche Feuerpausen sollen in dem vierjährigen Bürgerkrieg vor allem dafür sorgen, dass Lebensmittel geliefert und Verwundete behandelt werden können. Sie haben sich in der Vergangenheit häufig als brüchig erwiesen.

apa/dpa/reuters

stol