Donnerstag, 15. September 2016

Syrien: Trotz Waffenruhe keine Hilfe für Notleidende

Trotz einer Waffenruhe in Syrien müssen Hunderttausende notleidende Syrer in belagerten Gebieten weiter auf Hilfskonvois warten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Donnerstag mit, es gebe bislang keine Anzeichen dafür, dass Lieferungen ins Land dürften.

Kleiner Hoffnungsschimmer: Auch in einigen Gebieten in Syrien wird das islamische Opferfest gefeiert.
Kleiner Hoffnungsschimmer: Auch in einigen Gebieten in Syrien wird das islamische Opferfest gefeiert. - Foto: © APA/AFP

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte zuvor erklärt, rund 20 Lastwagen ständen an der türkischen Grenze bereit. Bisher seien leider noch nicht alle Vorkehrungen abgeschlossen, um die Sicherheit der Helfer zu garantieren. „Sehr viele Menschen sterben durch Armut und Krankheit und weil es an sanitärer Hilfe mangelt“, sagte er.

Die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe war am Montag in Kraft getreten und am Mittwoch um 48 Stunden verlängert worden. Sie soll unter anderem dazu dienen, Menschen in Not zu versorgen.

Nach UN-Angaben sind mehr als 600.000 Zivilisten teils seit Jahren von der Außenwelt abgeschnitten und grauenhaften Bedingungen ausgesetzt. Die meisten Gebiete werden vom Regime belagert. Besonders dramatisch ist die Lage in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo.

dpa

stol