Donnerstag, 09. November 2017

Syrische Armee stürmte letzte IS-Stadt im Osten des Landes

Die syrische Armee und ihre Verbündeten haben die letzte große von der Terrormiliz „Islamischer Staat” gehaltene Stadt im Osten des Landes nahe der Grenze zum Irak gestürmt. In den westlichen und südlichen Teilen der Stadt Albu Kamal habe es am Mittwochabend schwere Kämpfe gegeben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Foto: APA (Archiv/AFP)
Foto: APA (Archiv/AFP)

Ein Sprecher der Militärallianz, die aufseiten von Syriens Präsident Bashar al-Assad steht, erklärte, die an der irakischen Grenze am Euphrat liegende Stadt Albu Kamal sei bereits eingenommen worden. „Die letzte Hochburg des IS, Abu Kamal, ist vom IS befreit”, erklärte er. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass Teil der Stadt eingenommen worden seien. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete von „heftigen Kämpfen” in der Stadt.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten - darunter die libanesische Hisbollah-Miliz - hatten die Stadt an der Grenze zum Irak dem Bericht zufolge nur wenige Stunden zuvor eingekesselt. In den vergangenen Wochen waren sie demnach stetig vom Süden und Westen her auf Albu Kamal vorgerückt. Vom Osten her habe nun die irakische Armee die IS-Kämpfer in Bedrängnis gebracht. Der IS hatte die Stadt in der ölreichen Provinz Deir ez-Zor 2014 eingenommen.

Vor einigen Tagen hatten die Regierungseinheiten und ihre Verbündeten mithilfe russischer Flugzeuge die ostsyrische Stadt Deir ez-Zor eingenommen, die vom IS gehalten worden war. Nach Angaben der von den USA angeführten Koalition haben die Islamisten inzwischen 96 Prozent ihres ehemaligen Herrschaftsgebietes in Syrien und im Irak verloren.

apa/dpa/ag.

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stol