Mittwoch, 10. Oktober 2018

Syrische Rebellen in Idlib ziehen sich aus Pufferzone zurück

Der Rückzug von Milizen aus der syrischen Rebellenprovinz Idlib verläuft nach Darstellung des russischen Außenministers Sergej Lawrow kurz vor Ablauf einer Frist reibungslos. „Die Abkommen werden umgesetzt”, sagte er am Mittwoch in Moskau laut russischen Medien.

Schwere Waffen wurden aus der Pufferzone abgezogen. - Foto: APA (AFP)
Schwere Waffen wurden aus der Pufferzone abgezogen. - Foto: APA (AFP)

Russland und die Türkei hatten sich auf eine bis zu 20 Kilometer breite Pufferzone geeinigt. Sie soll bis zum 15. Oktober eingerichtet sein, um eine Großoffensive der syrischen Regierung auf das letzte große Rebellengebiet des Landes zu verhindern. An diesem Mittwoch endete eine weitere Frist zum Abzug schwerer Waffen aus dem Gebiet.

Der Sprecher des Rebellenbündnisses Nationale Befreiungsfront, Naji Mustafa, erklärte, die Milizen hätten ihre schweren Waffen aus der Pufferzone abgezogen. Zu dem Bündnis gehören mehrere moderatere Gruppen. Daneben sind in Idlib radikalislamische Milizen aktiv. Besonders stark ist die Organisation Hayat Tahrir al-Sham (HTS), die Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida hat.

Am 15. Oktober sollten die Zonen vollständig entmilitarisiert sein, erklärte Lawrow. „Ein oder zwei Tage spielen dabei keine Rolle.” Die Qualität der Umsetzung sei wichtiger, als den Termin einzuhalten, sagte er. Die Türkei spiele in dem Prozess die wichtigste Rolle. „Diese Bemühungen der türkischen Partner unterstützen wir.”

apa/dpa

stol