Donnerstag, 28. Juli 2016

Syrische Regierung richtet Hilfskorridore in Aleppo ein

Die syrische Regierung hat nach Angaben von Menschenrechtsbeobachtern vier humanitäre Korridore in der umkämpften Stadt Aleppo eingerichtet.

Schutt und Asche: Die Kämpfe in der syrischen Stadt Aleppo hinterlassen deutliche Spuren.
Schutt und Asche: Die Kämpfe in der syrischen Stadt Aleppo hinterlassen deutliche Spuren. - Foto: © APA/AFP

Am Donnerstag hätten Hubschrauber Flugblätter über den Rebellenvierteln der Stadt abgeworfen, die die Routen aus der Stadt zeigten, bestätigten Aktivisten aus Aleppo der dpa. Zudem seien in einigen Vierteln Lebensmittel abgeworfen worden. Die Bevölkerung sei jedoch noch zurückhaltend, sagte ein Aktivist.

Syrien beginne zusammen mit seinem Verbündeten Russland eine humanitäre Operation in der Stadt, kündigte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu an. Wer die Stadt durch diese Korridore verlasse, erhalte Essen und medizinische Hilfe, sagte er Agenturen zufolge.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten hatten vor gut zwei Wochen die letzte Versorgungsroute der Aufständischen in die nordsyrische Stadt gekappt und die Rebellenviertel damit von der Außenwelt abgeschnitten.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen befinden sich zwischen 200.000 und 300.000 Menschen in den Rebellenvierteln im Osten der Stadt.

dpa

stol