Montag, 08. Januar 2018

Täglich 160 Aufrufe von Pornoseiten im britischen Parlament

Pornografische Bilder auf dem Dienstcomputer des stellvertretenden britischen Regierungschefs Damian Green haben im Dezember zum Sturz des engen Vertrauten von Premierministerin Theresa May geführt. Letztlich bewirkte sein Rücktritt jetzt die Regierungsumbildung auf mehreren Posten. Offenbar wird vom Parlament aus aber durchaus öfter pornografisches Material im Internet abgerufen.

Im Dezember wurde auf dem Dienstcomputer von Damian Green pornografisches Bildmaterial gefunden. - foto: APA/AFP
Im Dezember wurde auf dem Dienstcomputer von Damian Green pornografisches Bildmaterial gefunden. - foto: APA/AFP

Seit der Schlappe von Mays Konservativer Partei im vergangenen Juni bei der von ihr selbst angesetzten vorgezogenen Parlamentswahl wurde von Computern im britischen Parlament aus knapp 24.500 Mal versucht, Internetseiten mit pornografischem Inhalt aufzurufen. Ende 2017 waren es täglich etwa 160 Anfragen, wie die britische Nachrichtenagentur Press Association (PA) am Montag nach einer entsprechenden Anfrage meldete.

Die Fälle seien deutlich zurückgegeangen

Das Parlament zählt außer den Abgeordneten und Lords etwa 5.000 Beschäftigte. Behörden verweisen darauf, dass die meisten Versuche unbeabsichtigt geschehen und dass die Fälle deutlich zurückgegangen seien.

2016 seien 113.208 Versuche blockiert worden, im Jahr zuvor seien es noch 213.020 gewesen. Ein Parlamentssprecher sagte, in der Aufstellung seien auch Zugriffe von persönlichen Geräten mit Gastzugang zum Parlamentsnetzwerk erfasst.

24.000 Zugriffsversuche

Die Verwaltung des britischen Parlaments hat in seinem Computernetzwerk in den vergangenen sechs Monaten mehr als 24.000 Zugriffsversuche auf pornografische Webseiten registriert. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der britischen Nachrichtenagentur PA hervor. Zugang zu dem Netzwerk haben Mitglieder beider Häuser des britischen Parlaments und Mitarbeiter. In die Statistik fließen nach Angaben eines Parlamentssprechers aber auch Zugriffsdaten aus dem Gast-Netzwerk des Parlaments ein.

apa/afp

stol