Montag, 09. Juli 2018

Tajani fordert Schwarze Liste von Menschenhändlern

Bei seinem Besuch in Libyen hat sich EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani am Montag für eine Schwarze Liste der Schlepper ausgesprochen. „Man müsste eine Schwarze Liste der großen Kriminellen erstellen, die den Menschenhandel organisieren. Ziel ist, eine engere Kooperation der Polizei und der Anti-Schlepper-Behörden in Afrika und Europa zu fördern“, so Tajani.

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat sich am Montag für eine Schwarze Liste der Schlepper ausgesprochen.
EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat sich am Montag für eine Schwarze Liste der Schlepper ausgesprochen. - Foto: © APA

„Solange wird diese kriminellen Organisationen nicht endgültig auslöschen, werden wir nur schwer das Problem der illegalen Einwanderung lösen können“, sagte Tajani laut der Nachrichtenagentur Ansa nach seinem Treffen mit dem libyschen Regierungschef Fayez al-Sarraj in Tripolis.

Keine Schwäche gegenüber den Kriminellen 

„Diese Kriminellen sind Terroristen, Waffen- und Menschenhändler, vor denen wir uns nicht schwach zeigen dürfen“, betonte Tajani. Er forderte Unterstützung für Libyen, damit dieses seine Südgrenze besser kontrollieren könne. Über dieses Thema werde er bei seiner bevorstehenden Niger-Mission mit den Präsidenten der Sahel-Länder sprechen. Die EU sei zu einer starken Zusammenarbeit mit Libyen bereit. Ziel sei es, unter anderem gemeinsame Projekte im Wirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitsbereich zu fördern, betonte der Italiener.

Libyen müsse allein bestimmen, wann demokratische Wahlen stattfinden werden. „Dieser Wahltermin ist sehr wichtig, um diesem Land Stabilität und politische Kraft zu sichern“, sagte Tajani. Die EU sei bereit, mit al-Serraj an der Vorbereitung der Wahlen zu arbeiten. Eine Delegation aus parlamentarischen Beobachtern soll garantieren, dass die Wahlen im Einklang mit demokratischen Kriterien erfolgen, sagte der EU-Parlamentspräsident.

apa

stol