In einer am Freitag veröffentlichten Botschaft von Talibanchef Haibatullah Achundsada zu den wichtigen Eid-Feiertagen am Ende des Fastenmonats Ramadan heißt es: „Wenn ihr denkt, dass ihr unsere Entschlossenheit brecht mit eurer militärischen Präsenz und einem Truppenaufbau, dann macht ihr einen Fehler.“ Ehrenhafte Afghanen würden sich nie unterwerfen.Erhöhte Truppenpräsenz geplantAngesichts der sich rasant verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan diskutieren die USA und die Nato, mehrere tausend zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Sie sollen vor allem das Training für die überforderten afghanischen Streitkräfte verbessern.Die Taliban kontrollieren nach US-Militärangaben rund elf Prozent des Landes, weitere rund 30 sind umkämpft.In seiner Eid-Botschaft beschuldigt der Talibanchef die „Besatzer“, den Krieg begonnen und damit die gesamte Region destabilisiert zu haben. Je mehr sie darauf beharrten, ihre Truppen im Land zu behalten, desto schlimmer werde das werden.Talibanchef bietet „konstruktive, gute Beziehungen“ anEr bot aber „konstruktive, gute Beziehungen“ an, falls sie die Besatzung beendeten. Die afghanischen Taliban haben keine regionale oder internationale Agenda, sondern konzentrieren ihren Kampf auf Afghanistan.Andererseits zählen zu ihren alten Verbündeten islamistische Gruppen wie al-Kaida. Die Nato fürchtet unter anderem, dass die neuen rechtsfreien Räume im umkämpften Land wieder mehr terroristischen Gruppen Schutz bieten.dpa