Samstag, 14. Juli 2018

Tausende demonstrieren in Italien gegen Abschottung

An Italiens Grenze zu Frankreich haben tausende Menschen gegen eine Abschottung Europas gegen Flüchtlinge demonstriert. Durch die ligurische Stadt Ventimiglia zogen am Samstag etwa 3.000 Menschen, darunter zahlreiche Italiener, aber auch Franzosen, Deutsche, Niederländer und Spanier, bis zur französischen Grenze, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Zahlreiche Flüchtlingsorganisationen hatten in der Grenzstadt Ventimiglia zum Protest aufgerufen.
Zahlreiche Flüchtlingsorganisationen hatten in der Grenzstadt Ventimiglia zum Protest aufgerufen. - Foto: © APA/AFP

Die Kundgebung wurde von einem Großaufgebot der Polizei begleitet. Zahlreiche Organisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern, hatten zu dem vier Kilometer langen Protestmarsch aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung nannten sie als Ziel „eine Mobilisierung zum Anprangern der Brutalität der nationalen und internationalen Politik zum Umgang mit Migration“. 

Außerdem forderten sie „ein europäisches Aufenthaltsrecht und das Recht auf Mobilität“ für Migranten innerhalb Europas.

Die italienische Grenzstadt Ventimiglia hatten früher zahlreiche Flüchtlinge auf dem Weg in nördliche europäische Länder passiert. Seit 2015 verwehrt Frankreich ihnen aber systematisch die Einreise. Vor einer Woche war in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais ein Solidaritätsmarsch zu Ende gegangen, der am 30. April in Ventimiglia gestartet war.

Die Demonstranten wollten mit ihrem 1.400 Kilometer langen Marsch nach eigenen Angaben zeigen, dass ein „Frankreich, das willkommen heißt, existiert“.

apa/afp

stol