Montag, 19. Dezember 2016

Tausende verlassen Ost-Aleppo

Über Tage war die Evakuierung Ost-Aleppos unterbrochen. Jetzt bringen Busse wieder Zivilisten aus den Rebellengebieten ins Umland. Regierung und Opposition hatten zuvor eine neue Einigung getroffen.

Foto: © APA/AFP

Seit dem Wiederbeginn der Evakuierung Ost-Aleppos am Sonntagabend haben rund 4500 Menschen die letzten Rebellengebiete der syrischen Stadt verlassen. Busse hätten sie in das Umland südwestlich der Stadt gebracht, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Im Gegenzug begann der Transport von Zivilisten aus den von Rebellen belagerten Orten Fua und Kafraja im Nordwesten Syriens. Diese werden vor allem von Schiiten bewohnt.

Die Evakuierung Ost-Aleppos war am Sonntagabend nach einer mehrtägigen Pause wieder aufgenommen worden. Syriens Führung und Rebellen hatten sich zuvor auf eine neue Vereinbarung geeinigt, die auch den Transport von Verwundeten, Kranken und anderen Zivilisten aus Fua und Kafraja vorsieht. Damit wird eine Forderung des mit Syrien verbündeten schiitischen Irans erfüllt. Teheran unterstützt schiitische Milizen, die in Syrien an der Seite der Armee kämpfen.

Die Menschenrechtsbeobachter und Aktivisten berichteten, seit Sonntagabend hätten mehr als 50 Busse aus Ost-Aleppo das Umland im Südwesten der Stadt erreicht. Nach Angaben der Menschenrechtler sind seit Beginn der Evakuierung in der vergangenen Woche rund 13 000 Menschen aus den Rebellengebieten gebracht worden.

dpa

stol