Dienstag, 15. März 2016

Terror-Razzia in Brüssel: Bewaffneter auf der Flucht

In Brüssel ist nach einem Anti-Terror-Einsatz der belgischen und französischen Polizei mindestens ein Bewaffneter auf der Flucht.

Foto: © APA/AFP

Drei Polizisten seien verletzt worden, teilte eine Sprecherin der belgischen Polizei am Dienstag mit. Laut Staatsanwaltschaft stand die Razzia im Stadtteil Forest im Zusammenhang mit den islamistischen Anschlägen von Paris.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte, Polizeikräfte seines Landes seien an dem Einsatz in Brüssel beteiligt. Die Beamten seien mit schweren Waffen beschossen worden, sagte er bei einer Pressekonferenz in Abidjan. Die Verletzten sind allerdings alle Belgier. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

Polizei findet Kalaschnikows

Mit einem Großaufgebot wurde am frühen Abend nach einem oder zwei Flüchtigen gesucht. Zwei nahegelegene Schulen und Kindergärten in Forest wurden abgeriegelt, die Kinder seien in Sicherheit, wurde von offizieller Seite betont. Anwohner wurden nach eigenen Angaben von der Polizei aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.

Die Sicherheitskräfte konnten Kalaschnikows sicherstellen, die offenbar von den Attentätern zuvor in dem Keller des untersuchten Gebäudes zurückgelassen wurden. Auch Magazine wurden gefunden. Laut der Online-Ausgabe von „dernière heure“ waren auch weitere Schießereien zu hören. Ein Verdächtiger soll verletzt worden sein.

Foto: AFP

 

Einsatz „galt nicht Salah Abdeslam“

In welcher Art und Weise der Flüchtige in die Anschläge von Paris verwickelt gewesen sein könnten, blieb zunächst unklar. Aus französischen Polizeikreisen in Paris verlautete, die Aktion habe nicht dem flüchtigen Islamisten Salah Abdeslam gegolten. Der Bruder eines der Selbstmordattentäter wird seit den Pariser Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten als Mittäter gesucht.

apa/dpa/afp/reuters

stol