Donnerstag, 25. Mai 2017

Terrorakte in Kenia und Somalia

Mindestens 9 Tote bei einem Selbstmordattentat in Somalia, 5 Tote Polizisten bei einem Bombenanschlag in Kenia: Das ist die Bilanz neuerlicher islamistischer Anschläge auf dem afrikanischen Kontinent.

Bei neuerlichen Anschlägen in Somalia und Kenia kamen am Donnerstag Polizisten und Zivilisten ums Leben.
Bei neuerlichen Anschlägen in Somalia und Kenia kamen am Donnerstag Polizisten und Zivilisten ums Leben. - Foto: © APA/AFP

Ein Selbstmordattentäter in einem Auto hat in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mindestens neun Menschen in den Tod gerissen. Mindestens neun weitere Menschen seien am Mittwoch bei dem Anschlag auf ein Cafe nahe des Hafens verletzt worden, sagte der Polizist Ahmed Bashane.

Die meisten der Getöteten seien Zivilisten gewesen, sagte am Donnerstag der Sprecher der regionalen Regierung, Abdifitah Omar Halane.

Al Shabaab bekennt sich

Die Terrormiliz Al-Shabaab nahm den Anschlag für sich in Anspruch. Die Gruppe habe das Cafe ausgesucht, da es bei somalischen Geheimagenten beliebt sei, teilte sie über den Radiosender Andalus mit.

Al-Shabaab führt immer wieder Angriffe und Anschläge in Somalia aus. Die sunnitischen Extremisten kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in dem Staat am Horn von Afrika, um dort einen sogenannten Gottesstaat zu errichten.

Sprengfalle in Kenia

Im Osten Kenias hingegen sind am Donnerstag fünf Polizisten bei einem mutmaßlich von der islamistischen Shebab-Miliz verübten Bombenanschlag getötet worden.

Die Beamten seien auf dem Weg zu einem Einsatz in der Stadt Liboi an der Grenze zum Nachbarland Somalia mit ihrem Auto in eine Sprengfalle geraten, teilte ein Vertreter der kenianischen Sicherheitsbehörden mit. Es war bereits der dritte Anschlag innerhalb von zwei Tagen.

Die kenianische Polizei hatte zuletzt vor zunehmenden islamistischen Aktivitäten in der abgelegenen Grenzregion gewarnt. Die Shebab-Miliz kämpft im Nachbarland Somalia für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates. Kenianische Soldaten kämpfen dort im Rahmen einer Militärmission der Afrikanischen Union (AU).

apa/afp/dpa

stol