Samstag, 13. Juni 2015

Thailand konfisziert Millionen-Vermögen von Menschenhändlern

Bei einem Schlag gegen Menschenhändler haben thailändische Behörden einem Zeitungsbericht zufolge Vermögenswerte von umgerechnet mehr als 2,7 Millionen Euro sichergestellt.

Thailändische Ordnungshüter.
Thailändische Ordnungshüter. - Foto: © LaPresse

Das Vermögen stamme demnach wahrscheinlich von Personen, die Rohingya aus Myanmar geschmuggelt haben sollen. Die Rohingya sind eine verfolgte muslimische Minderheit in Myanmar.

In den Menschenhandel ist laut „Bangkok Post“ auch ein General der Streitkräfte verwickelt. Er sei vom Dienst suspendiert und festgenommen worden. Die mit dem Kampf gegen Geldwäsche beauftragten Beamten hätten jüngst verdächtige Transaktionen auf dem Konto des Generals beobachtet, hieß es weiter.

Das Schicksal der Rohingya hatte kürzlich im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise in Südostasien für internationales Aufsehen gesorgt. So waren vergangenen Monat Gräber mit den sterblichen Überresten von Dutzenden Flüchtlingen in Thailand entdeckt worden. Auch in Malaysia waren zahlreiche Leichen gefunden worden. Menschenrechtsgruppen werfen ranghohen Vertretern in den thailändischen Streitkräften sowie in der Regierung vor, den Menschenhandel zu begünstigen.

apa/dpa

stol