Sonntag, 07. Juni 2015

Thurau kehrt zurück: Deutsches Rad-Idol im Vinschgau unterwegs

Vor gut einem Jahr stand der Vinschgau ganz im Zeichen des Giro d’Italia. Die Königsetappe führte über das Stilfserjoch bis ins Martelltal. Ein besonderer Tag für alle Radsportfans, aber auch für die Gemeinden Latsch und Martell. Und mit einem besonderen Gast: Rennrad-Legende Dietrich „Didi“ Thurau.

„Herzlich willkommen“ in Latsch: Vor einem Jahr beim Giro: Didi Thurau mit seinem jüngsten Sohn Urs und Gastgeber Martin Pirhofer (Mitte). Foto: EURAC/Sabine Jacob
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„Herzlich willkommen“ in Latsch: Vor einem Jahr beim Giro: Didi Thurau mit seinem jüngsten Sohn Urs und Gastgeber Martin Pirhofer (Mitte). Foto: EURAC/Sabine Jacob

Didi Thurau, mehrfacher Tour- und Giro-Teilnehmer war eigens nach Latsch gekommen, um für die App „Giro-Challenge-Martelltal“ zu werben. Das besondere an der neuen App: Hobbysportler können sich ab Goldrain bis ins Etappenziel direkt mit den Profis messen. Kostenlos und ganz einfach über ihr Smartphone. In dieser Form einzigartig. Entwickelt hat die App ein Forscherteam der EURAC gemeinsam mit der Freien Universität Bozen. Didi Thurau, dessen Sohn Björn am letztjährigen Giro teilnahm, war begeistert von der Idee. Vorher kannte der einstige Tour-Held den Vinschgau nur von Erzählungen. Von den guten Äpfeln und dem legendären Stilfser-Joch. Und Thurau versprach: „Ich komme wieder.“ Die Gastfreundschaft hatte ihn überzeugt.

 

Gesagt, getan. Anfang Juni 2015 war es soweit. Dietrich Thurau war erneut im Vinschgau unterwegs. Und diesmal mit dem Rennrad. Ein besonderes Erlebnis, denn nur mehr selten steigt er aufs Rad. „Ich bin topfit, spiele aber heute vor allem Tennis,“ sagte Thurau in Latsch und zeigte sich nach wie vor bestens über das aktuelle Renngeschehen informiert. Vor allem hofft er auf einen Tour-Start seines Sohnes Björn: „Wenn Björn in diesem Jahr die Tour fährt, dann geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich bin von den Organisatoren eingeladen und vor Ort mit dabei.“

 

Die Rennradtouren von Didi Thurau durch den Vinschgau führten ihn mit einer Gruppe Hobbyfahrern sowohl von Latsch in Richtung Meran als auch in den Oberen Vinschgau. Am Rande der Touren gab es genügend Zeit für intensive Gespräche und Erinnerungen an die große Zeit des deutschen Rad-Idols. An seine 15 Tage im gelben Trikot bei der Tour 1977 mit fünf Etappensiegen. Oder an die gemeinsamen Erfolge mit Francesco Moser und Giuseppe Saronni. Und es zeigte sich: Thurau ist nach wie vor gefragt und lobte den Vinschgau: „Tolles Ambiente, nette Menschen und super Radwege.“

 

Text: Dr. Josef Bernhart/EURAC

Link zur Giro-App: www.tiny.cc/girochallenge

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=wur0GM1cyho

EURAC, Bozen

stol