Dienstag, 11. Februar 2020

Tom und Jerry feiern 80. Geburtstag

Seit 80 Jahren jagen und schlagen, streiten und versöhnen sie sich: Gestern vor 80 Jahren, am 10. Februar 1940, lief der Zeichentrickklassiker „Tom & Jerry“ zum ersten Mal über die Leinwand. Damals hieß die Katze noch Jasper, während die Maus namenlos blieb.

Seit 80 Jahren sorgen Tom und Jerry für Vergnügen.
Seit 80 Jahren sorgen Tom und Jerry für Vergnügen. - Foto: © Screenshot/Video
Die Katz-und-Maus-Idee stammt von den US-Comiczeichnern William Hanna (1910–2001) und Joseph Barbera (1911–2006), die die beiden Figuren dem Filmstudio Metro-Goldwyn-Meyer 1939 präsentierten.



Dem Studio gefiel das Konzept, und das wurde prompt belohnt: Für MGM gab es schnell eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“. Trotzdem dauerte es, bis das Duo wieder auf die Leinwand zurückkam, dann unter den endgültigen Namen Tom und Jerry. Über 100 Folgen des Zeichentrickfilms wurden in weniger als 20 Jahren produziert. Zu Beginn waren die beiden Schöpfer Hanna und Barbera dafür verantwortlich. Die Episoden aus dieser Zeit gelten als die besten. Sie sind heute noch zeitlose Evergreens.

Aber auch in jenen Jahren lief nicht alles glatt: 1957 entschied das Studio MGM, die teure Produktion der handgezeichneten Zeichentrickfilme einzustellen. Erst nach Jahren entschied man, neue „Tom & Jerry“-Episoden zu produzieren. Um die Kosten zu senken, wurde die Produktion a nach Prag ausgelagert – und das mitten im Kalten Krieg. Allerdings hatten die Produzenten hinter dem Eisernen Vorhang in der Tschechoslowakei das „Tom & Jerry“-Original noch nie gesehen. Die 13 in Prag produzierten Episoden gelten denn gemeinhin auch als die schlechtesten der Serie. Anschließend kehrte die Produktion wieder in die USA zurück.

Im deutschsprachigen Raum wurden Ende der 50er Jahre die ersten „Tom & Jerry“-Comic-Hefte veröffentlicht, doch erst Mitte der 70er Jahre kamen die Zeichentrickfilme ins deutschsprachige Fernsehen, in den 80er Jahren mit der bekannten Titelmelodie „Vielen Dank für die Blumen“ von Udo Jürgens. Heute werden nicht mehr alle Episoden gezeigt: Einige der frühen Folgen sind von rassistischen Stereotypen gegenüber Amerikanern afrikanischer Abstammung, Asiaten und amerikanischen Ureinwohnern gekennzeichnet.

d