<b>Von Stephan Niederegger</b><BR /><BR />Sein neun Jahre älterer Bruder Michael war für den „kleinen“ Tommy das große sportliche Vorbild. Mit ihm hat er auf dem „Roßbühel“, dem nahe gelegenen, idyllischen Spielplatz in Montal, seine ersten Schritte auf dem Eis gemacht und angefangen, Eishockey zu spielen. <BR /><BR />Beruflich ist Michael einen anderen Weg gegangen, er spielt aber immer noch – heute in der Serie C. Zwischen den Brüdern gab und gibt es keine sportliche Rivalität und der eine freut sich über die Erfolge des anderen. In der Mittelschule musste sich Tommy zwischen Fußball – sein Vater Reinhold war damals Fußballtrainer in St. Lorenzen – und Eishockey entscheiden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259814_image" /></div> Die Antwort war für den damals 13-Jährigen von vornherein klar: „Es war immer logisch, ich will einmal mit Hockey mein Geld verdienen.“ Seine Eltern haben ihn auf diesem Weg tatkräftig unterstützt: „Dafür bin ich ihnen sehr dankbar“, sagt Tommy heute. <BR /><BR /><embed id="dtext86-72984359_listbox" /><BR /><BR />Ganz egal, ob es galt, ihn zum x-ten Training zu fahren oder von einem gewonnenen oder auch verlorenen Spiel abzuholen. Auch als er in Kanada verletzungsbedingt pausieren musste, haben sie den weiten Weg nicht gescheut, um ihm zu helfen.<h3> Zeit mit der Familie</h3>Mit 14 ist er von zu Hause ausgezogen, zuerst an das Realgymnasium und an die Red-Bull-Akademie in Salzburg, anschließend für zwei Jahre nach Kanada. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259817_image" /></div> <BR />Mit 20 ist er ins Pustertal zurückgekehrt und freut sich umso mehr, wieder daheim zu sein: „Es ist einfach toll, wieder mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können.“ Ihm waren und sind die Kontakte zu seinen Freunden und Schulkollegen wichtig. <BR /><BR />Immer wieder trifft er sich mit ihnen, um gemeinsam an einem See auszuspannen oder auch zum Fischen. Das Fischen hat er in Kanada gelernt – ein wahres Paradies zum Angeln. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259820_image" /></div> <BR />„Gefährliche“ Sportarten wie das Fußballspielen oder Skifahren darf er wegen der Verletzungsgefahren nicht mehr ausüben. Dafür genießt es der mittlerweile siebenfache Onkel, Zeit mit seinen Nichten und Neffen zu verbringen.<h3> Kurze Zeit zum Ausspannen</h3>Die Saison der ICE Hockey League ist lang. Nach dem Ende der Meisterschaft im Mai spielt er mit der Nationalmannschaft die WM, bevor es im Juli etwas ruhiger wird. Dann gibt es auch eine kurze sportliche Auszeit zum Ausspannen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259823_image" /></div> <BR />Er erinnert sich gerne an die Urlaube auf Sardinien – früher mit den Eltern, heute mit den Geschwistern, meist mit Bruder Michael und dessen Familie. Natürlich ist er auch gerne mit Freundin Laura unterwegs, sagt er und erzählt von gemeinsamen Bergwanderungen, von Korsika oder dem geplanten Urlaub in Griechenland.<h3> Unbezahlbare Momente mit Freunden</h3>Bevor er aber zu den täglichen Trainings in die Eishalle fährt, gehört ein Spaziergang mit den beiden Familienhunden – dem Labrador-Mischling Benno und der Cane-Corso-Hündin Ella – fast schon zum morgendlichen Ritual. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259826_image" /></div> <BR />Und im Sommer sieht man ihn oft auf dem Sportplatz, um zu paddeln oder Tennis zu spielen. Das sind für ihn ebenso die „unbezahlbaren Momente“, um sowohl mit Freunden zusammen zu sein als auch sich fit zu halten. Im Juli geht es dann wieder zum Training aufs Eis und im August kommt die Mannschaft dazu. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259829_image" /></div> <BR />Als Berufssportler ist sein Körper sein „Werkzeug“, mit dem er behutsam umgehen muss, ist er sich bewusst. Tommy achtet auf eine gesunde Ernährung, ohne dabei akribisch Kohlenhydrate oder Kalorien zu zählen, sagt er. Daher gibt es auch immer wieder einen Abend in geselliger Runde oder ein „Karterle“ mit Kollegen – Watten oder Pokern sind dabei angesagt.<BR /><BR />Ein besonderes Erlebnis war für den 21-Jährigen der Empfang der Olympioniken bei Staatspräsident Sergio Mattarella in Rom. Dort hatte er Gelegenheit, auch die anderen Topathleten persönlich kennenzulernen, die er bislang nur aus den Medien kannte, wie etwa Sofia Goggia oder Dominik Paris. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259832_image" /></div> <BR />Wenn es sich ausgeht, verfolgt er ihre Skirennen im Fernsehen und fiebert um jede Hundertstel mit. Zu Hause schaut er sich gerne die Fußballspiele der Amateurliga an – ebenso eine Gelegenheit, um Freunde und Kollegen zu treffen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259835_image" /></div> <BR />Abseits vom Eis und von Familie und Freunden gönnt er sich auch immer wieder eine ganz private Auszeit, setzt sich aufs Rad und fährt zu einem stillen Plätzchen, um dort die Ruhe und Aussicht zu genießen. Sein „Hausberg“, das Astjoch, ist dabei eines seiner Lieblingsplätzchen.<BR /><BR /> Dort kann er ausspannen und Energie tanken für die bevorstehenden Trainings und Meisterschaften, denn wie heißt es so schön: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1259838_image" /></div> <embed id="dtext86-72984391_listbox" />