<b>Von Florian Mair</b><BR /><BR />Wer sich mit mit dem gebürtigen Wipptaler Tony Tschenett unterhält, merkt schnell: Dieser Mann nimmt kein Blatt vor den Mund, besonders wenn es um die Rechte der Arbeitnehmer geht. Er scheut sich nicht, den Großen und Mächtigen auf die Zehen zu treten und ihnen gehörig den Kopf zu waschen. „Die Politiker sollten auch nach den Wahlen an die Menschen denken und nicht nur im Wahlkampf Sprüche klopfen“, fasst ASGB-Chef Tony Tschenett zusammen. <h3> Ein Familienmensch</h3>Trotz seiner oft kämpferischen Haltung, die er in der Öffentlichkeit zeigt, ist der in Meran lebende Tschenett privat ein bescheidener und vor allem sehr familienorientierter Mensch. <BR /><BR />„Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Familie“, sagt der 53-Jährige. Denn für ihn gibt es kaum etwas Wichtigeres, als gemeinsam mit seiner Partnerin Sabine Gruber und der gemeinsamen Tochter Aurelia (12) Zeit zu verbringen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1100082_image" /></div> <BR /><BR />„Daheim zusammenzusein und abends gemeinsam zu essen – das ist für mich die wahre Erholung“, betont der seit 2009 amtierende ASGB-Landesvorsitzende, der vor Kurzem für weitere 5 Jahre in seinem Amt bestätigt worden ist. <h3> In der Natur unterwegs</h3>Im Sommer zieht es ihn und seine Familie hinaus in die Natur. „Wandern ist für uns etwas ganz Besonderes, weil es guttut. Wir wandern im Burggrafenamt, aber auch in anderen Teilen des Landes“, erzählt Tschenett. „Gipfelstürmer sind wir aber keine.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1100085_image" /></div> <BR /> Der Aufenthalt in höheren Lagen bedeutet für ihn Auszeit, aber er muss eben nicht auf Bergspitzen stürmen, um sich nach einem Foto beim Gipfelkreuz erfüllt zu fühlen. <BR /><BR />Besonders gerne verbringt er Zeit in den Wandergebieten rund um Meran, aber auch in seiner Heimatgemeinde Gossensaß oder im schönen Villnöß. „Es gibt so viele tolle Flecken in Südtirol. Wir leben in einem Paradies, wo andere Urlaub machen“, schwärmt Tschenett. <BR /><BR />Im Winter geht es dann ab auf die Piste – natürlich in Begleitung von Tochter und Partnerin. „Skifahren gehört dazu, aber wir sind keine Extremsportler“, sagt er schmunzelnd. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1100088_image" /></div> <BR />Auch in der kalten Jahreszeit ist die Familie viel draußen unterwegs. Für Tschenett ist es wichtig, diese Momente zu genießen, den Alltagsstress hinter sich zu lassen und im Kreise seiner Lieben einfach mal abzuschalten.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-67482223_listbox" /><h3> Immer wieder auf Reisen</h3>Und ja, das Reisen darf natürlich auch nicht fehlen. Städtereisen mit der Familie gehören für Tony Tschenett auch zum Ausgleich vom Alltagsstress. Hamburg und Paris haben Tony, Sabine und Aurelia beispielsweise schon gemeinsam erkundet, die Sehenswürdigkeiten bestaunt, Museen besucht und sich durch die Straßen treiben lassen. „Das gehört auch dazu“, meint er, und zeigt, dass ihm nicht nur die Natur, sondern auch die Kultur am Herzen liegt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1100091_image" /></div> <BR /><BR />Dass es für jemanden in seiner Position nicht immer einfach ist, sich Auszeiten zu gönnen, ist klar. Der ASGB-Chef trägt Verantwortung für mehr als 80 Mitarbeiter und rund 30.000 Mitglieder. <BR /><BR />Doch Tschenett bleibt gelassen: „Freizeit nehme ich mir, das ist nur eine Frage der Organisation“, sagt der Gewerkschafter mit einem Lächeln. „Wenn ich das Büro verlasse, dann schalte ich ab. Dann weiß ich, dass nun die Zeit für meine Familie kommt.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1100094_image" /></div> <h3> Ausgeschaltetes Handy</h3>Und wenn er im Urlaub ist, wird auch das Handy konsequent ausgeschaltet. „In dieser Zeit checke ich abends nur kurz die Emails und rufe höchstens hin und wieder im Büro an, weil ich mich auf meine Mitarbeiter und den Leitungsausschuss verlassen kann“, lobt der ASGB-Landeschef sein Team. <BR /><BR />Was Tony Tschenett ausmacht, ist nicht nur sein Engagement für die Arbeitnehmer, sondern auch sein starkes Gefühl für Familie und die Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Seit 15 Jahren ist er nun schon ASGB-Landeschef, doch er hat nie vergessen, wo seine Wurzeln liegen. „Meine Familie ist mein Anker“, sagt er. Und so legt er auch klar fest: „Am Wochenende bin mit einigen wenigen Ausnahmen immer zu Hause.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1100097_image" /></div> <BR />Natürlich komme es vor, dass er sich auch in seiner freien Zeit Gedanken über die Zukunft der Arbeitnehmer im Land mache und über mögliche Problemlösungen nachdenke. „Ganz aus dem Kopf geht mir die Arbeit wohl nie“, verrät Tschenett. <h3> Einst ein Vereinsmensch</h3>Vereine und Fußballspielen waren früher seine Welt. Heute engagiert er sich nicht mehr aktiv bei der Feuerwehr oder im Sportverein von Gossensaß, wo er einst Fußball gespielt und auch als Trainer tätig war.<BR /><BR /> Doch auch wenn sein Engagement in diesen Bereichen mittlerweile weniger wird, hat er nichts von seiner Leidenschaft und seinem kämpferischen Geist verloren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1100100_image" /></div> <BR />ASGB-Chef Tony Tschenett ist eben der Typ, der sich nicht verbiegen lässt, der für seine Überzeugungen einsteht – aber auch der, der den Berg liebt, die Zeit mit seiner Familie schätzt und sich nicht von den Wirren des Alltags vereinnahmen lässt.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67482222_listbox" />