Samstag, 19. Januar 2019

Totale Mondfinsternis: Blutmond für Frühaufsteher

Früh aufstehen lohnt sich: Wer am Montagmorgen noch vor Sonnenaufgang aus dem Bett krabbelt, kann ein seltenes Himmelsschauspiel erleben und den Vollmond rötlich schimmern sehen. Von 5.41 Uhr an wird der Mond etwa eine Stunde lang komplett im Kernschatten der Erde liegen. Da er gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erscheint er zudem besonders groß.

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Foto: © shutterstock

Zu einer Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen bei dieser Finsternis genau auf einer Linie. Da der nächste „Blutmond“ erst wieder in 3 Jahren, am 16. Mai 2022, zu sehen sein wird, sollte man sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Die Phasen der Finsternis, wie sie in Südtirol zu sehen sind, sind unterhalb gelistet. Alle Zeiten beziehen sich auf die Ortszeit in Bozen (MEZ).

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Zeitplan

Gegen 4.43 geht es richtig los: Der Vollmond rückt langsam in den Kernschatten der Erde. Das sehe tatsächlich so aus, als würde sich der Mond von einer Seite her langsam verdunkeln.

Um etwa 5.41 Uhr ist der Mond dann vollkommen im Kernschatten verschwunden. Allerdings ist er dann nicht komplett schwarz, sondern leuchtet rötlich – weshalb er umgangssprachlich „Blutmond“ genannt wird. Denn die Sonnenstrahlen werden in der Atmosphäre der Erde gebrochen und nur die roten gelangen zum Mond. Deshalb entsteht diese rötliche Färbung. Je nach Zusammensetzung der Atmosphäre – etwa der Menge an Staubteilchen und Wolken – fällt sie bei jeder Finsternis etwas anders aus.

Rötliche Vollmond etwa eine Stunde zu bewundern

Etwa eine Stunde lang kann der rötliche Vollmond bestaunt werden bevor er um 6.43 Uhr wieder langsam aus dem Kernschatten herausrückt. Um 7.50 Uhr ist das Spektakel auch schon wieder vorbei und der Erdtrabant komplett aus dem Kernschatten herausgetreten. Ein paar Minuten später geht er tief im Westen unter. 

Nächste Mondfinsternis erst 2028

Die Mondfinsternis ist nach Astronomenangaben sichtbar in Europa, Afrika mit Ausnahme der östlichen Küstenregion, über dem Atlantik, in Nord- und Südamerika, Grönland sowie in der Nordpolarregion. Da der nächste „Blutmond“, wie erwähnt, erst wieder in 3 Jahren, am 16. Mai 2022, zu sehen sein wird, sollte man sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Gymnasium „Walther von der Vogelweide“ lädt zur totalen Mondfinsternis ein

Das Gymnasium „Walther von der Vogelweide“ lädt alle Interessierten zum Mondfinsternis-Schauen auf die Talferwiesen an der Bozner Wassermauer-Promenade unterhalb des Kinderspielplatzes ab 4.20 Uhr am Montagmorgen ein. Vor Ort werden auch Vertreter der Amateurastronomen Max Valier sein. Beobachtungsobjekte sind neben der Mondfinsternis auch Sternbilder und Venus und Jupiter am Morgenhimmel. 

dpa/stol/vs

stol