Dienstag, 27. Juni 2017

Trump greift erneut die Medien an

US-Präsident Donald Trump hat die Kündigung von drei CNN-Journalisten für eine neue Attacke gegen Medien genutzt, die distanziert und investigativ über seine Regierung berichten.

Donald Trump hat erneut die Medien angegriffen, nachdem 3 Journalisten gefeuert worden sind.
Donald Trump hat erneut die Medien angegriffen, nachdem 3 Journalisten gefeuert worden sind. - Foto: © LaPresse

Der Sender sei dabei „erwischt“ worden, dass er eine „erfundene“ Geschichte über angebliche Russland-Verbindungen des Trump-Teams verbreitet habe, schrieb der Präsident am Dienstag auf Twitter.

Was aber sei mit all den anderen Medien, die ebenfalls „Fake News“ – also Falschnachrichten – über seine Regierung verbreiteten, fragte Trump. Er nannte die Fernsehsender ABC, CBS und NBC sowie die Zeitungen „New York Times“ und „Washington Post“.

Die drei CNN-Reporter hatten am Montag wegen eines unzulänglich recherchierten Artikels über angebliche Verbindungen des Trump-Teams zu einem russischen Investmentfonds gekündigt. Der Artikel war am Donnerstag auf der Website des Senders erschienen, wurde aber am Tag darauf zurückgezogen. In den Fernsehprogrammen des Senders wurde der Bericht nie aufgegriffen.

Laut dem CNN-Medienkorrespondenten Brian Stelter wurde in einer internen Sitzung des Senders kritisiert, dass die Story nicht „solide genug“ recherchiert gewesen sei. Dass der Artikel zurückgezogen worden, sei, bedeute aber nicht notwendigerweise, dass er inhaltlich falsch sei, hieß es.

apa/afp

stol