Montag, 19. März 2018

Trump: Großdealer sollen in den USA Todesstrafe erhalten

Angesichts einer grassierenden Drogenepidemie in den USA will Präsident Donald Trump gegen Großdealer auch die Todesstrafe verhängen lassen. „Mein Justizministerium wird so viel härtere Strafen für Dealer entwickeln“, sagte Trump am Montag bei der Vorlage eines Anti-Drogenprogramms seiner Regierung in Manchester (New Hampshire). Für Großdealer werde es die Todesstrafe sein, fügte er hinzu.

Neben härteren Strafen für Dealer sollen zu dem Regierungsprogramm auch eine Reduzierung der verschriebenen Schmerzmittel um ein Drittel gehören.
Neben härteren Strafen für Dealer sollen zu dem Regierungsprogramm auch eine Reduzierung der verschriebenen Schmerzmittel um ein Drittel gehören. - Foto: © APA/AFP

„Wenn wir die Drogendealer nicht hart anfassen, machen wir etwas falsch“, sagte Trump. Andere Länder mit Todesstrafe für Drogendealer hätten ihm gesagt, sie hätten kein Drogenproblem. „Vielleicht ist unser Land noch nicht bereit dafür“, sagte Trump.

In den USA gebe es jeden Tag 116 Opioid-Tote. „Diese Geißel der Drogensucht wird enden“, sagte Trump. Neben härteren Strafen für Dealer sollen zu dem Regierungsprogramm auch eine Reduzierung der verschriebenen Schmerzmittel um ein Drittel gehören. „Wir müssen das Angebot herunterfahren, sie machen unglaublich süchtig“, sagte Trump.

Generell sollten künftig viel weniger Amerikaner süchtig werden. „Scheitern ist keine Option. Sucht ist nicht unsere Zukunft“, sagte Trump. „Wir werden eine drogenfreie Generation erziehen.“
90 Prozent des Heroins in den USA kämen über die südliche Grenze zu Mexiko. „Am Ende werden auch die Demokraten einer Mauer zustimmen, um die verdammten Drogen fernzuhalten“, sagte Trump.

apa/dpa

stol