Donnerstag, 10. November 2016

Trump heute schon im Weißen Haus

Mit ungläubigem Staunen sortiert sich Amerika nach der Wahl neu. Erstmals treffen Amtsinhaber Obama und Nachfolger Trump aufeinander.

Am Ziel angelangt: Trump "besichtigt" heute das Weiße Haus. Heute ist er Besucher, später wird er dort regieren.
Am Ziel angelangt: Trump "besichtigt" heute das Weiße Haus. Heute ist er Besucher, später wird er dort regieren. - Foto: © APA

Nach dem sensationellen Ausgang der US-Präsidentenwahl empfängt US-Präsident Barack Obama am Donnerstag erstmals seinen Nachfolger Donald Trump. Er lud den New Yorker Milliardär ins Weiße Haus ein. Obama sagte, ihm sei sehr an einer friedlichen Übergabe der Macht gelegen. Er gratulierte seinem Nachfolger.

Auch der unterlegenen US-Demokratin Hillary Clinton war sehr daran gelegen, das Land nach einem beispiellosen Wahlkampf zur Einigkeit aufzurufen. Vor Anhängern in New York sagte sie, die Niederlage tue zwar sehr weh. Gleichwohl biete sie dem Sieger zum Wohle der USA ihre Zusammenarbeit an.

Ergebnis noch nicht amtlich

Das Endergebnis der Wahl steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass Trump der Sieg nicht mehr zu nehmen ist. Laut CNN dauert die Auszählung in zwei der 50 Bundesstaaten an. Derzeit liegt Trump in der Rechnung von CNN bei 290 Wahlmännern, Clinton bei 228. 270 wurden für den Sieg benötigt.

Nach seinem Triumph regiert Trump von Januar an die größte Wirtschafts- und Militärmacht der Welt. Er wird zu Beginn seiner Amtszeit mit fast 71 Jahren der dann älteste US-Präsident sein. Dank des Doppelsiegs seiner Republikaner in Senat und Repräsentantenhaus kann Trump politische Vorhaben wohl ohne große Gegenwehr durchsetzen.

Trump wird der erste Präsident seit Dwight D. Eisenhower ohne politische Amtserfahrung sein.

dpa

stol