Mittwoch, 23. August 2017

Trump: Kim Jong-un fängt an uns zu respektieren

US-Präsident Donald Trump hat seine aggressive Rhetorik gegenüber Nordkorea verteidigt. „Einige sagen, ich bin zu weit gegangen“, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) vor tausenden Anhängern in Phoenix (Arizona). „Es war nicht stark genug“, sagte Trump.

US-Präsident Donald Trump verteidigt seinen scharfen Ton gegenüber Nordkorea.
US-Präsident Donald Trump verteidigt seinen scharfen Ton gegenüber Nordkorea. - Foto: © shutterstock

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un aber beginne „uns zu respektieren“, sagte der US-Präsident weiter. „Und vielleicht, eher nicht, aber vielleicht kann daraus etwas Positives werden.“

US-Außenminister Rex Tillerson hatte kurz zuvor die „Zurückhaltung“ Pjöngjangs in jüngster Zeit gewürdigt. Er sei froh zu sehen, dass Nordkorea „ein gewisses Maß an Zurückhaltung“ geübt habe, welches es so zuletzt nicht gegeben habe, sagte Tillerson vor Journalisten in Washington. Er verwies darauf, dass Nordkorea seit der Verhängung neuer UNO-Sanktionen keine Atom- oder Raketentests vorgenommen habe.

Ton hat sich massiv verschärft

Im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm hatte sich der Ton zwischen Washington und Pjöngjang zuvor deutlich verschärft. Trump drohte damit, Provokationen Kims mit „Feuer und Wut“ zu beantworten.

Pjöngjang legte daraufhin Pläne für einen Raketenangriff auf Ziele vor der Pazifikinsel Guam vor, auf der die USA einen Luftwaffenstützpunkt unterhalten. Zuletzt rückte das abgeschottete Land davon aber vorerst wieder ab.

apa/afp

stol