Sonntag, 26. Februar 2017

Trump sagt Teilnahme an Korrespondenten-Dinner ab

Im eskalierenden Streit mit den Medien bricht US-Präsident Donald Trump mit einer jahrzehntelangen Tradition: Er sagte am Samstag seine Teilnahme am traditionellen Dinner der Korrespondenten im Weißen Haus ab.

Der neue US-Präsident Donald Trump bricht mit einer jahrzehntelangen Tradition und bleibt nach dem Medienstreit dem traditionellen Korrespondenten-Dinner fern.
Der neue US-Präsident Donald Trump bricht mit einer jahrzehntelangen Tradition und bleibt nach dem Medienstreit dem traditionellen Korrespondenten-Dinner fern. - Foto: © APA

Seine Entscheidung gab er im Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt, einen Grund nannte er nicht. „Bitte richtet allen gute Wünsche aus und habt einen tollen Abend“, schrieb er.

Die Vereinigung der Korrespondenten im Weißen Haus erklärte, sie halte an der Veranstaltung fest. Sie organisiert das Dinner mit dem amtierenden Präsidenten als Ehrengast Jahr für Jahr, die Tradition reicht bis 1921 zurück.

Der Präsident der Korrespondenten-Vereinigung, Jeff Mason, erklärte, bei dem Gala-Dinner am 29. April sollten „der Erste Verfassungszusatz und die bedeutende Rolle unabhängiger Nachrichtenmedien in einer gesunden Republik“ gefeiert werden.

Zudem sollten „einige der besten Beiträge des politischen Journalismus aus dem vergangenen Jahr und die vielversprechenden Studenten gewürdigt werden, die die nächste Generation unseres Berufes repräsentieren“. Die Vereinigung vergibt jedes Jahr eine Reihe von Stipendien an Journalismusstudenten.

Das Dinner der Korrespondenten im Weißen Haus ist traditionell einer der gesellschaftlichen Höhepunkte in Washington. Zahlreiche Prominente sind unter den Gästen.

Im Zentrum steht normalerweise eine launige Rede des jeweiligen Amtsinhabers, die in der Regel mit viel Selbstironie gewürzt ist. Dabei werden aber auch die Medien und andere Politiker bedacht. Kritiker bemängeln, dass die Treffen eine zu große Nähe von Presse und Politik fördern.

apa/afp/reuters/dpa 

stol