Dienstag, 19. Juli 2016

Trump schickt seine Frau vor

Grenzenloser Jubel am Abend, als Trump in Cleveland kurz selber auftauchte. So ausgelassen ging es am ersten Tag nicht immer zu, die Republikaner gerieten schwer aneinander.

Darling, mach du das mal: Trump und seine Frau Melania.
Darling, mach du das mal: Trump und seine Frau Melania. - Foto: © APA

Tag eins des Parteitages von Cleveland: Nach überraschend offenem Streit zum Auftakt haben die US-Republikaner mit harten Angriffen auf den politischen Gegner den Wahlkampf weiter verschärft. In der Nacht zum Dienstag trat überraschend der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat Donald Trump selber kurz auf. Er stellte seine Frau Melania vor, die eine kurze Rede hielt.

Melania Trump, die aus Slowenien stammt, erinnerte an ihre eigene, gelungene Immigration. Es gebe keine größere Ehre als die amerikanische Staatsbürgerschaft. Politisch war ihre Rede harmlos. Die Trump-Familie muss auf dem Parteitag bemüht sein, Trump als freundlichen und weniger aggressiven Kandidaten aufzubauen als im Vorwahlkampf.

Das Motto des ersten Tages von Cleveland lautete „Make America Safe Again“. Die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, wurde von vielen Rednern als Feindbild und Hassfigur gezeichnet. Die USA dürften nicht zulassen, dass sie das Land nach acht Jahren Präsidentschaft Barack Obamas weiter in den Untergang führe.

Trump wurde dagegen von einer Reihe der vielen Redner als der Einzige geschildert, der das Land beschützen, wieder sicher machen und richtig führen könne.

dpa

stol