Montag, 22. Mai 2017

Trump setzt harte Anti-Iran-Linie fort

US-Präsident Donald Trump hat während seines Besuchs in Israel den Versuch einer Isolierung des Irans weiter vorangetrieben.

US-Präsident Donald Trump traf am Montag mit Staatspräsident Reuven Rivlin in Jerusalem zusammen.
US-Präsident Donald Trump traf am Montag mit Staatspräsident Reuven Rivlin in Jerusalem zusammen. - Foto: © APA/AFP

„Der Iran darf niemals eine Atomwaffe haben“, sagte Trump am Montag in Jerusalem nach einem Treffen mit Staatspräsident Reuven Rivlin. Iran müsse das Anfachen und die Unterstützung des Terrorismus beenden, forderte Trump.

Saudi-Arabien und Iran Erzfeinde

Viele in der muslimischen Welt seien sich der wachsenden Bedrohung durch den Iran bewusst, betonte Trump. Das habe er am Wochenende während seines Besuchs in Riad erfahren.

Trump hatte dort seine Ablehnung Irans mit einer vehementen US-Unterstützung Saudi-Arabiens untermauert und dies auch in einer Ansprache begründet. Saudi-Arabien und der Iran sind Erzfeinde im Ringen um die regionale Vorherrschaft.

Neue Friedensgespräche

Trump äußerte sich in Jerusalem auch zum Nahost-Friedensprozess. Viele Staats- und Regierungschefs hätten ihm in Riad gesagt, wie sehr sie an Frieden zwischen Israel und den Palästinensern interessiert seien. Er habe bei seinen vielen Treffen in Saudi-Arabien eine positiv gewandelte Einstellung zu Israel wahrgenommen, sagte der US-Präsident.

"Freundschaft erneuern"

Er sei nach Israel gekommen, um die anhaltende Freundschaft zwischen Israel und den USA zu erneuern, sagte Trump. „Wir stehen immer zusammen.“ Beide Länder gewärtigten gemeinsame Bedrohungen.

Israel ist die zweite Station der ersten Auslandsreise Trumps. Der US-Präsident kam aus Saudi-Arabien, wo er am Samstag seine Reise begonnen hatte. Sie führt ihn bis zum Wochenende auch nach Europa. Dort trifft Trump den Papst und nimmt an Gipfeln der Nato und der G7-Gruppe teil.

dpa

stol