Dienstag, 25. September 2018

Trump spricht zum Auftakt der UNO-Generaldebatte

Zum Auftakt der alljährlichen Generaldebatte spricht US-Präsident Donald Trump am Dienstag (ab ca. 15.30 MESZ) vor der UNO-Vollversammlung. Die mit Spannung erwartete Rede ist Trumps zweiter Auftritt vor dem Gremium in New York. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr hatte der US-Präsident unter anderem Nordkorea mit Vernichtung gedroht und damit weltweit Kriegsängste geschürt.

Neben Trump stehen u.a. Erdogan und Rouhani auf der Rednerliste Foto: APA (AFP/Getty)
Neben Trump stehen u.a. Erdogan und Rouhani auf der Rednerliste Foto: APA (AFP/Getty)

Diesmal will Trump nach Angaben seiner UNO-Botschafterin Nikki Haley vor allem über „Souveränität, Großzügigkeit und Beziehungen zu Ländern mit gemeinsamen Interessen” sprechen. Neben Trump stehen unter anderem der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan und Irans Präsident Hassan Rouhani auf der Rednerliste.

Nach Angaben Seouls wollen die USA und Südkorea der Führung Nordkoreas eine „helle Zukunft” aufzeigen, damit das Land sein Atomwaffenprogramm vollständig aufgebe. Nordkorea solle ermutigt werden, den Abrüstungsprozess voranzubringen, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in am Montag (Ortszeit) in New York nach dessen Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump.

Beide hätten vereinbart, „sich weiter eng über die korrespondierenden Maßnahmen” zu beraten, wurde der Sprecher von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Die „korrespondierenden Maßnahmen” beziehen sich auf Forderungen Pjöngjangs nach Gegenleistungen für die atomare Abrüstung. Trump hatte vor seiner Unterredung mit Moon gesagt, er erwarte „ziemlich bald” ein weiteres Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. Kim habe ihn in einem „schönen Brief” um ein zweites Treffen gebeten, „und wir werden das machen”. Nach Angaben des US-Außenministers Mike Pompeo könnte es möglicherweise noch in diesem Jahr einen zweiten Gipfel geben.

Moon hatte Trump über seine Gespräche mit Kim in der vergangenen Woche in Nordkorea unterrichtet. Moon tritt als Vermittler zwischen Washington und Pjöngjang auf. Deren Verhandlungen waren zuletzt festgefahren, da Kim bisher keine konkreten Zusagen gemacht hatte, bis wann er die Atomwaffen und Langstreckenraketen des Landes abschaffen wolle.

Bis Montag wollen mehr als 140 Staats- und Regierungschefs vor der UNO-Vollversammlung sprechen, zudem sind am Rande des Geschehens zahlreiche hochrangige Treffen vor und hinter den Kulissen geplant.

apa/dpa

stol