Mittwoch, 03. Mai 2017

Trump und Abbas zuversichtlich für Beilegung von Nahost-Konflikt

US-Präsident Donald Trump und der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas haben sich am Mittwoch bei einem Treffen in Washington zuversichtlich über eine Beilegung des Nahost-Konflikts geäußert.

Donald Trump und Mahmoud Abbas haben sich zuversichtlich über eine Beilegung des Nahost-Konflikts geäußert.
Donald Trump und Mahmoud Abbas haben sich zuversichtlich über eine Beilegung des Nahost-Konflikts geäußert. - Foto: © APA/AFP

„Wir wollen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern schaffen. Wir kriegen das hin“, sagte Trump an der Seite von Abbas im Weißen Haus.

Es müsse zu einer Vereinbarung kommen, die beiden Völkern erlaube, in Frieden und Wohlstand zu leben, meinte Trump zu Beginn eines Besuchs von Abbas in Washington. Er selbst bot an, die Rolle eines Vermittlers einzunehmen.

„Es ist eine lange Zeit“, sagte Trump über den schwelenden und teils blutig geführten Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis. Wir kriegen das hin„, rief er Abbas zu.

Abbas forderte erneut Zwei-Staaten-Lösung

Abbas sagte, er hoffe auf einen “historischen Friedensvertrag„ während Trumps Präsidentschaft. Der Palästinenserchef unterstrich seine Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung nach den Grenzen von 1967.

“Es ist an der Zeit, dass Israel die Besatzung unseres Volkes und unseres Landes beendet. Wir sind das einzige Volk in der Welt, das noch unter Besatzung lebt„, sagte Abbas laut Übersetzung. Die Palästinenser würden den Staat Israel anerkennen – und Israel müsse einen palästinensischen Staat anerkennen.

Lösung des Nahost-Konflikts ein wichtiges Ziel für Trump

Israel hatte 1967 im Sechs-Tage-Krieg unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Seitdem kontrolliert es das Gebiet weitgehend. Die Palästinenser beanspruchen dieses Gebiet für einen unabhängigen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Trump hat sich eine Friedenslösung in Nahost als eines der großen außenpolitischen Ziele seiner Präsidentschaft gesteckt. Seine Vorgänger scheiterten bisher alle an dieser Frage. Vor zweieinhalb Monaten hatte Trump bereits den israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu in Washington empfangen.

apa/afp/dpa

stol