Dienstag, 03. Juli 2018

Trump: „Viele gute Gespräche mit Nordkorea”

US-Präsident Donald Trump sieht es als seinen Verdienst an, dass es noch keinen Krieg mit Nordkorea gibt. „Wenn ich nicht wäre, wären wir jetzt im Krieg mit Nordkorea!”, twitterte Trump am Dienstag.

Trump sieht sich als Friedensstifter. - Foto: APA (AFP/Archiv)
Trump sieht sich als Friedensstifter. - Foto: APA (AFP/Archiv)

„Viele gute Gespräche mit Nordkorea - das läuft gut!”. Es habe in acht Monaten keine Raketenabschüsse oder Atomtests gegeben.

Ganz Asien ist glücklich”, hieß es weiter in dem Tweet. Die einzigen, die sich über die Annäherung an Nordkorea beklagten, seien die oppositionellen Demokraten und mit ihnen im Verbund die vom US-Präsidenten als „Fake-News”-Medien geschmähten Zeitungen und Sender.

Vereinbarung von vielen Seiten als vage kritisiert

Trump war am 12. Juni mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in Singapur zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen. Dabei hatte Kim in die atomare Abrüstung seines Landes eingewilligt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden jedoch nicht genannt, weshalb die Vereinbarung von vielen Seiten als zu vage kritisiert wird.

Die US-Geheimdienste haben laut Medieninformationen ernsthafte Zweifel an Nordkoreas Bekenntnis zur atomaren Abrüstung. Nordkorea wolle einen Teil seines atomaren Materials behalten und Produktionsstätten vor den USA verstecken, hatten die „Washington Post” und der Sender NBC am Wochenende unter Berufung auf die US-Nachrichtendienste berichtet.

Streit um nordkoreanisches Atomwaffenarsenal gilt als sehr gefährlich

Der Streit um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenarsenal gilt als einer der gefährlichsten Konflikte der Welt. Seit Jahren versucht die internationale Gemeinschaft, die Führung in Pjöngjang zum Verzicht auf die atomare Aufrüstung zu bewegen.

apa/ag

stol