Dienstag, 04. September 2018

Trump vor Richter-Anhörung wegen Einmischung in der Kritik

US-Präsident Donald Trump ist erneut wegen einer möglichen Einmischung in das Justizsystem in die Kritik geraten. Trump hatte sich am Montag auf Twitter abfällig über Justizminister Jeff Sessions geäußert, weil dessen Ministerium zwei republikanische Kongressabgeordnete wegen Finanzkriminalität angeklagt hatte.

Die jüngsten Umfragen zeigen, dass es mehr Gegner als Befürworter von Trumps Arbeiten gibt.
Die jüngsten Umfragen zeigen, dass es mehr Gegner als Befürworter von Trumps Arbeiten gibt. - Foto: © APA

Die beiden Abgeordneten Duncan Hunter and Chris Collins hatten zu den ersten gehört, die sich im Wahlkampf 2016 hinter Donald Trump gestellt hatten.

Der demokratische Senator Chris Coons warf Trump vor, damit einen erneuten Eingriff in das Justizsystem vorgenommen zu haben. Trump hatte mit Blick auf die Ermittlungen gegen die beiden Politiker geschrieben: „Zwei einfache Siege stehen nun in Zweifel. Gut gemacht, Jeff....“.

Die Tweets schrieb Trump kurz bevor am Dienstag mit Brett Kavanaugh der 2. von ihm nominierte Kandidat für ein Richteramt am Obersten Gerichtshof der USA, dem Supreme Court, vor Senatoren Rede und Antwort stehen musste. Nach Medienberichten sichteten die Senatoren bis zu 42.000 Seiten Unterlagen über Kavanaughs frühere Arbeit. Die oppositionellen Demokraten befürchten, der stark konservative Kavanaugh könnte den Supreme Court als letzte Instanz in die Richtung Trumps drängen und im Zweifel eine Anklage gegen den Präsidenten aus grundsätzlichen juristischen Überlegungen verhindern.

Trump hatte zuletzt in Umfragen wieder an Boden verloren. Nach monatelang sehr schlechten Umfragewerten, hatten sich die Werte in der ersten Jahreshälfte 2018 verbessert und bewegten sich in Richtung des Durchschnitts für Präsidenten in dieser Phase ihrer ersten Amtszeit. Die jüngsten Umfragen zeigen wieder einen sehr starken Überhang derjenigen, die Trumps Arbeit ablehnen.

dpa

stol