„Es besteht die Möglichkeit, dass wir am Ende einen großen, großen Konflikt mit Nordkorea haben“, sagte Trump am Donnerstag.Der chinesische Außenminister Wang Yi sagte, es bestehe die Gefahr, dass die Situation auf der koreanischen Halbinsel eskaliert oder außer Kontrolle gerät. Die Äußerung fiel nach Angaben seines Ministeriums in einem Gespräch mit einem russischen Diplomaten bei den Vereinten Nationen.Nordkorea provoziert weiterDer Konflikt hat sich zuletzt immer weiter verschärft. Trump hatte bereits früher ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea als seine Vorgänger angekündigt und einen Militärschlag nicht ausgeschlossen. Trotz internationaler Kritik und verschärften UNO-Sanktionen treibt Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenprogramm voran. In den vergangenen Monaten hat das Land verstärkt Raketen getestet, nachdem es im vorigen Jahr zwei Atomtests durchgeführt hatte. Das abgeschottete Land verstößt damit gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats. Trump hat deutlich gemacht, er werde Nordkorea daran hindern, die USA mit Atomraketen ins Visier nehmen zu können. Nach Einschätzung von Experten wäre die Regierung in Pjöngjang allerdings erst nach 2020 dazu in der Lage.Trump lobt ChinaTrump bekräftigte nun, dass er eine nicht-militärische Beilegung des Konflikts anstrebe, etwa durch den Einsatz neuer Wirtschaftssanktionen. „Am liebsten würden wir diese Dinge diplomatisch lösen, aber das ist sehr schwierig“, sagte er im Gespräch mit Reuters.Eine wichtige Rolle spielt dabei China, der einzige große Verbündete der stalinistischen Führung in Pjöngjang Nordkoreas. Die Regierung in Peking zeigt sich zunehmend verärgert über die Atomwaffen- und Raketenpläne des Nachbarlandes. Trump lobte ausdrücklich die Anstrengungen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, die Führung in Pjöngjang zum Einlenken zu bewegen. „Ich denke, er bemüht sich sehr stark.“ Es sei aber nicht auszuschließen, dass Xi am Ende keinen Erfolg habe.apa/reuters/dpa