Donnerstag, 25. Mai 2017

Trump will Nato-Staaten auf höhere Ausgaben einschwören

Am zweiten vollen Tag seiner Europa-Reise trifft Donald Trump auf höchste Vertreter der EU und der Nato-Staaten. Das Militärbündnis hilft den USA im Kampf gegen die Terrororganisation IS. Aber Trump fordert mehr: mehr Geld.

Donald Trump ist in Brüssel zu Gast.
Donald Trump ist in Brüssel zu Gast. - Foto: © LaPresse

US-Präsident Donald Trump will die Nato-Partner auf höhere Verteidigungsaufgaben einschwören. Dies werde der Kern von Trumps Botschaft auf dem Gipfeltreffen der Militärallianz an diesem Donnerstag in Brüssel sein, kündigte US-Außenminister Rex Tillerson vor mitreisenden Journalisten an.

Vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der 28 Nato-Länder wird der US-Präsident gesonderte Gespräche mit Spitzenvertretern der Europäischen Union und seinem neuen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron führen.

Die Nato-Partner signalisierten unmittelbar vor dem Gipfeltreffen ihre Bereitschaft, sich wie von Trump gewünscht geschlossen gegen den internationalen Terrorismus zu engagieren. Die einzelnen Nato-Staaten tun das schon. 

Konfliktträchtiger ist die Frage der Verteidigungsausgaben. Trump werde die Bündnispartner erneut an ihren Beschluss erinnern, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Militäraufgaben auszugeben, kündigte Tillerson an.

Die USA gäben vier Prozent für diese Zwecke aus, der Präsident wolle eine gerechtere Lastenverteilung einfordern.

dpa

stol