Mittwoch, 09. November 2016

Trumps Wahlsieg nährt Sorgen bei Rebellen in Syrien

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat in Syrien ein gespaltenes Echo hervorgerufen. Die Aufständischen, die seit mehr als fünf Jahren gegen Präsident Bashar al-Assad kämpfen, zeigten sich besorgt, dass die USA unter Trump sie künftig weniger unterstützen. Ihre Lage werde sich verschlechtern, sagte Sakaria Malahifji, ein Vertreter einer Rebellengruppe in Aleppo, am Mittwoch Reuters.

Trumps Wahlsieg hat in Syrien Sorge ausgelöst.
Trumps Wahlsieg hat in Syrien Sorge ausgelöst. - Foto: © APA/EPA

Er verwies darauf, dass Trump der Niederschlagung der radikalislamischen IS-Miliz eine höhere Priorität eingeräumt hat als der Absetzung Assads. In einer Fernsehdebatte hatte Trump gesagt, er möge Assad nicht, aber dieser töte gemeinsam mit Russland und dem Iran den IS. Auch Trumps Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem engsten Verbündeten Assads, beunruhigt die gemäßigten Rebellen.

In der Assad-Führung dagegen hofft man darauf, dass die neue US-Regierung ihre Haltung gegenüber Assad ändert. „Wir können optimistisch sein, aber vorsichtig optimistisch“, sagte der Abgeordnete Scherif Shehada. Die arabischen Golf-Staaten, die den Aufstand gegen Assad unterstützen, seien auf einen Sieg Hillary Clintons angewiesen gewesen. Sie steckten nun in einer Zwickmühle.

apa/reuters

stol