Donnerstag, 16. April 2015

Tsipras will mit Hilfe der Kirche Geld auftreiben

Der linke griechische Regierungschef Alexis Tsipras will mit Hilfe der orthodoxen Staatskirche Geld für die klamme Kasse auftreiben.

Alexis Tsipras
Alexis Tsipras - Foto: © LaPresse

Tsipras dankte Kirchenoberhaupt Hieronymos II. in einem am Donnerstag publik geworden Brief für ein entsprechendes Angebot und gab den Startschuss für eine Kommission, die nun die Möglichkeiten ausloten und ausschöpfen soll.

Erzbischof Hieronymos hatte in einem Interview zu Ostern erklärt, der enorme Grundbesitz und die Liegenschaften Kirche könnten genutzt werden, um dem Staat neue Einnahmen zu verschaffen. Verkauft werden dürften sie aber nicht. In seinem Brief schrieb Tsipras, dies könne dem Staat „wirklich Luft zum Atmen geben“.

Die orthodoxe Kirche Griechenlands verfügt über tausende Hektar Land, über Wälder und Strände sowie unzählige Klöster. Schon 2013 hatte die frühere Regierung den Versuch unternommen, das Vermögen der Kirche zu bewerten, die Initiative war allerdings eingeschlafen.

Vorwürfe, die Kirche helfe dem Staat nicht genug, um seine Schuldenkrise zu überwinden, hatte Hieronymos stets zurückgewiesen und unter anderem auf das soziale Engagement verwiesen.

apa/afp

stol