Samstag, 14. Mai 2016

Türkei sperrte in drei Jahren vier deutsche Journalisten aus

Die Türkei hat in den vergangenen drei Jahren vier Journalisten deutscher Medien die Einreise verweigert.

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Außerdem wurde drei Korrespondenten keine Langzeitakkreditierung erteilt, wobei zwei später zumindest eine Kurzzeitakkreditierung bekamen, wie das Auswärtige Amt auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Özcan Mutlu (Grüne) mitteilte. Gründe für die jeweilige Entscheidung der Türkei gehen aus der Antwort der Bundesregierung nicht hervor.

Zuletzt wurde etwa der Leiter des ARD-Studios Kairo, Volker Schwenck, aus „Sicherheitsgründen“ nicht ins Land gelassen. Er räumte allerdings ein, in der Vergangenheit die syrische Grenze illegal überquert zu haben. Das hatte die Türkei aber wiederum lange geduldet.

Der „Spiegel“-Korrespondent Hasnain Kazim wartete dieses Jahr vergeblich auf eine Akkreditierung, die jährlich erneuert werden muss und ohne die Journalisten keine Arbeitserlaubnis in der Türkei haben. Die Ausstellung verzögerte sich so lange, dass das Nachrichtenmagazin Kazim aus der Türkei abzog.

dpa

stol