Sonntag, 03. April 2016

Türkei weist Vorwurf der Massenabschiebung zurück

Die Türkei hat den Vorwurf der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zurückgewiesen, in großer Zahl Flüchtlinge nach Syrien abzuschieben. „Dass Syrer dazu ermutigt werden, freiwillig in ihr Land zurückzukehren, oder dazu gezwungen werden, ist nicht der Fall“, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung des türkischen Außenministeriums.

Die Türkei verteidigt ihre Linie in der Flüchtlingspolitik
Die Türkei verteidigt ihre Linie in der Flüchtlingspolitik - Foto: © shutterstock

Die Türkei sei weiter entschlossen, syrischen Flüchtlingen Schutz zu gewähren.

Amnesty International hatte der Türkei am Donnerstag vorgeworfen, in den vergangenen Wochen massenhaft Flüchtlinge aus Syrien in das Bürgerkriegsland abgeschoben zu haben. Unter ihnen sind laut Amnesty auch Frauen und Kinder.

Die Menschenrechtsorganisation kritisierte zudem die von Montag an geplanten Rückführungen von Flüchtlingen von Griechenland in die Türkei. Die Türkei sei kein „sicherer Drittstaat“. Das Land müsse Menschenrechte achten und den Schutz von Migranten gewährleisten. Solange dies nicht der Fall sei, dürfe die EU auch keine Schutzbedürftigen von Griechenland in die Türkei abschieben.

Der zwischen der EU und der Türkei geschlossene Flüchtlingspakt sieht vor, dass von diesem Montag an illegal nach Griechenland eingereiste Flüchtlinge und Migranten in die Türkei zurückgeschickt werden.

dpa 

stol