Montag, 06. Juni 2016

Türkeis Staatspräsident Recep Erdogan fordert Blutproben

Nach der Armenien-Resolution in Deutschland, hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seine Angriffe auf türkischstämmige Abgeordnete im Deutschen Bundestag noch einmal verschärft.

Der türkische Staatspräsident fordert Bluttest bei türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten.
Der türkische Staatspräsident fordert Bluttest bei türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten. - Foto: © APA/AP

Nach der Völkermord-Resolution in Deutschland hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seine Angriffe auf türkischstämmige Abgeordnete im Deutschen Bundestag noch einmal verschärft. „Manche sagen, das seien Türken“, sagte Erdogan am Sonntagabend in Istanbul. „Was denn für Türken bitte?“ Erdogan sprach sich dafür aus, den Abgeordneten Blutproben entnehmen zu lassen.

„Ihr Blut muss durch einen Labortest untersucht werden.“ Den Grünen-Chef Cem Özdemir, der zu den Initiatoren der am Donnerstag im Bundestag verabschiedeten Resolution gehörte, nannte Erdogan einen „Besserwisser“.

Bereits am Samstag hatte Erdogan den türkischstämmigen Abgeordneten im Deutschen Bundestag angegriffen. „Dort soll es elf Türken geben“, sagte Erdogan. „Von wegen. Sie haben nichts mit Türkentum gemein. Ihr Blut ist schließlich verdorben.“

Er warf den Abgeordneten zudem vor, der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als verlängerter Arm in Deutschland zu dienen. „Es ist sowieso bekannt, wessen Sprachrohr sie sind“, sagte Erdogan. „Von der separatistischen Terrororganisation in diesem Land sind sie die Verlängerung in Deutschland.“

Die deutsche Bundesregierung hat die Angriffe des türkischen Staatspräsidenten zurückgewiesen.

apa/dpa

stol