Donnerstag, 12. Juli 2018

Türkischer Geheimdienst nimmt Gülen-Anhänger fest

Der türkische Geheimdienst hat 2 angebliche Unterstützer des Predigers Fethullah Gülen aus Aserbaidschan und der Ukraine in die Türkei gebracht. Wie sich der Geheimdienst der Männer bemächtigte, wurde nicht unmittelbar klar.

Der türkische Staatspräsident Erdogan macht Gülen, der in den USA im Exil lebt, für den Putschversuch im Sommer 2016 verantwortlich.
Der türkische Staatspräsident Erdogan macht Gülen, der in den USA im Exil lebt, für den Putschversuch im Sommer 2016 verantwortlich. - Foto: © APA/AFP

In einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu hieß es am Donnerstag, für die beiden Männer habe es als „Mitglieder einer bewaffneten Terrororganisation“ Haftbefehle gegeben. Sie seien „hochrangige Mitglieder“ von Gülens Netzwerk.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan macht Gülen, der in den USA im Exil lebt, für den Putschversuch im Sommer 2016 verantwortlich. Am Dienstag, am Tag nach seiner Vereidigung, hatte Erdogan Aserbaidschan besucht. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko war als Gast bei der Zeremonie in Ankara dabei.

Zehntausende Festnahmen seit Putschversuch

Die Türkei hat seit dem Putschversuch Zehntausende mutmaßliche Gülen-Anhänger festnehmen lassen – immer wieder auch einige im Ausland.

Im März waren 6 Türken im Kosovo festgenommen und in die Türkei gebracht worden. Einen Monat später flog der Geheimdienst 3 angebliche Gülen-Unterstützer aus Gabun in die Türkei.

In Pakistan war im Herbst 2017 ein türkischer Lehrer abgeschoben worden, neinobwohl er Asyl beantragt hatte. Verwandte des Mannes berichteten, er sei in der Türkei inhaftiert worden.

dpa

stol