Die Armee rückte unterdessen weiter in die Separatisten-Hochburg Slawjansk vor. Bei heftigen Gefechten gab es zahlreiche Tote."Sagen wir doch mal ehrlich"„Es ist ein Krieg gegen unser Land im Gange vonseiten der Russischen Föderation – sowohl im Osten als auch im Süden des Landes“, sagte Turtschinow dem Kiewer Fernsehsender 5. Kanal. Russland versuche weiter, die Lage vor der Präsidentenwahl am 25. Mai „völlig zu destabilieren“. Zugleich räumte der Übergangspräsident ein, dass es in der Region Sympathien für eine Abspaltung der Ukraine gebe. „Sagen wir doch mal ehrlich: Die Bürger dieser Regionen unterstützen die Separatisten, sie unterstützen die Terroristen, was die Durchführung der Anti-Terror-Operation erheblich erschwert“. Auch die Polizei sympathisiere mit den pro-russischen Kräften."20 Tote"Innenminister Arsen Awakow begab sich unterdessen in die Nähe von Slawjansk, wo die Sicherheitskräfte am Montag ihre Offensive gegen die Separatisten fortsetzten. Diese gaben an, dass bei den Gefechten etwa 20 Aktivisten getötet worden seien. „Wir konnten unter großen Anstrengungen ein Eindringen des Gegners in die Stadt verhindern. In unseren Reihen gibt es viele Tote“, zitierte die Agentur Interfax am Montag einen Sprecher der selbst ernannten Volksmiliz.Auch in den Reihen der ukrainischen Armee gab es Verluste, wie Awakow einräumte. Vier Angehörige der Sicherheitskräfte seien bei den Gefechten getötet worden, sagte der Innenminister. Er schätzte, dass sich etwa 800 bewaffnete Separatisten in der Stadt aufhielten. „Sie setzen schwere Waffen ein, schießen mit großkalibrigen Waffen, benutzen Granatwerfer und sonstige Technik“, sagte der Minister.apa/afp/reuters/dpa