Was der Grund ist, erklärt Oswald Mairhofer, ein Techniker der Alperia Greenpower.<BR /><BR />„Für diese Jahreszeit ist dieser Pegelstand eigentlich normal“, sagt Oswald Mairhofer, ein Techniker der Alperia Greenpower. „Mit der Schneeschmelze sollte der See gefüllt werden. Heuer erwarten wir aber wenig Schmelzwasser.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="753218_image" /></div> <BR /><BR />Was in den nächsten Monaten passiere, wisse nur der Herrgott. „In einem normalen Jahr müsste der See bis August fast voll sein, der Pegelstand läge dann auf etwa 1135 Metern über dem Meeresspiegel, derzeit kommt er nur auf rund 1109 Meter mit etwa 4 Millionen Kubikmeter Wasser“, rechnet Oswald Mairhofer vor. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53582077_quote" /><BR /><BR /><BR />„Wir machen hier in Ulten auch Schneemessungen: Auf unseren Schneemessfeldern gibt es heuer nur zwischen 20 und 35 Zentimeter Schnee, es sollte aber die 4-fache Menge sein“, betont er. „Deshalb erwarten wir auch wenig Schmelzwasser. Und der angekündigte Regen wird der Natur sicher gut tun, unser Stausee wird davon aber nur wenig abbekommen.“ Wenn in den nächsten Monaten nicht viel Regen falle, werde sich der Wassermangel sicher auch negativ auf die Stromproduktion auswirken. <BR /><BR /><BR /><BR />Wenn der Zoggler-Stausee in Ulten, der nach dem Reschensee (120 Millionen Kubikmeter Wasser) und dem Vernagt-Stausee (43 Millionen Kubikmeter) der drittgrößte Stausee im Land ist, überlaufen würde, befände sich sein Pegelstand auf 1141 Metern über dem Meeresspiegel – mit einem Wasserinhalt von sage und schreibe 33 Millionen Kubikmetern. „Wir schauen aber immer, etwa 5 Meter darunter zu bleiben, denn sollte es zu starken Niederschlägen kommen, haben wir noch Reserven im Staubereich“, erklärt der Experte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="753221_image" /></div> <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="753224_image" /></div> Im Zoggler-Stausee zu Tage getreten sind aufgrund des niedrigen Pegelstandes auch verschiedene Betonteile von anno dazumal. <b>Oswald Mairhofer </b>(im Bild) betont, dass es sich dabei nicht um die Reste der Bauernhöfe handle, die der Seestauung zum Opfer gefallen seien. „Als der Zoggler-Stausee Anfang der 1960er Jahre aufgestaut wurde, hatten Höfe noch keine Betonfundamente“, weiß Techniker Mairhofer. „Die Betonteile sind von Silos, Baracken und Containern der Baustelle übrig geblieben, die im Bereich der Staumauer eingerichtet war.“ <BR />Es handle sich also um „Denkmäler“ in Erinnerung an den Bau des Stausees. „Auch diese Betonüberbleibsel sieht man eigentlich jedes Jahr um diese Zeit“, erinnert Mairhofer.<BR /><BR /><embed id="dtext86-53582022_gallery" /><BR />