Drehen wir an den Uhren. Es ist der 26. Jänner 2005 – Südtirol schunkelt im Rhythmus des Songs „Beuge Dich vor grauem Haar“, mit dem „Die Ladiner“ (damals <b>Joakin</b> und <b>Rafael Stuffer</b>) wenige Monate zuvor den Grand Prix der Volksmusik gewonnen haben; die Kastelruther Spatzen freuen sich über die x-te Goldene Schallplatte für ihr Album „Herzenssache“; <b>Florian Silbereisen</b> ist soeben bei der „Krone der Volksmusik“ zum „Aufsteiger des Jahres“ gekürt worden (der damals 101-jährige <b>Johannes Heesters</b> applaudiert im Publikum). <BR /><BR />Und im Meraner Theater in der Altstadt betreten der Sarner <b>Thomas Hochkofler</b> und der Brixner <b>Lukas Lobis</b> in Lederhosen die Bühne und singen „Wenn das Bergfeuer zuckt“. „Leo & Luis – Die zwoa luschtigen drei Spitzbuam“ nennt sich ihr Programm. Und ja, im Publikum sitzen tatsächlich Menschen, die glauben, „Die Heimat ist mein Evergreen wenn das Bergfeuer erlischt Tour 2005“ ist ein bunter Volksmusikabend. Sie werden arg enttäuscht. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1101138_image" /></div> <h3> Starschuss für2 Top-Karrieren</h3>Thomas Hochkofler und Lukas Lobis hatten sich 7 Jahre zuvor bei der Produktion „Die sieben Todsünden“ von <b>Franz Kranewitter</b> kennengelernt – und waren sich „anfangs nicht sonderlich sympathisch“, lacht Thomas Hochkofler. „Lukas kam zu spät zu der ersten Probe, und anstatt einer Entschuldigung murmelte er ein knappes ,Servus‘.“ Das Eis brach aber schnell, und spätestens bei der Produktion „Männer in der Stadt“ von <b>Michael Kohlmeier</b> waren die beiden Schauspieler Freunde. <BR /><BR />Wenige Jahre später legten sie mit „Leo & Luis – Die zwoa luschtigen drei Spitzbuam“ den Grundstein für das, was sie heute sind: Südtirols beliebteste, erfolgreichste und vielseitigste Comedians. <BR /><BR />Für die „Leo & Luis“-Regie zeichnete <b>Gabi Rothmüller</b> verantwortlich, die unter anderem mit <b>Ottfried Fischer</b>, <b>Andreas Giebel</b> und <b>Helmut Schleich</b> gearbeitet hatte, Cheftexter war <b>Alexander Liegl</b>, Kabarettist, Autor mehrerer Theaterstücke und Schauspieler, musikalisch gab <b>Marco Facchin</b> den Ton an. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1101141_image" /></div> <BR />„Die Welt der Volksmusik lieferte uns damals eine Steilvorlage nach der anderen fürs Kabarett“, erklärt Alexander Liegl nunmehr. Über 150 Mal standen Hochkofler und Lobis mit ihrer sehr speziellen Lebens- und Erfolgsgeschichte im Dschungel der volkstümlichen Musik auf der Bühne, über 30.000 Besucherinnen und Besucher applaudierten der Story, die angeblich von Heimat, Liebe, Sehnsucht und Treue durchtränkt war. <BR /><BR />Die gescheiterten Existenzen „Leo & Luis“ wurden zum absoluten Klassiker der Südtiroler Kabarettwelt. Vollblut-Fans sangen bei „Hits“ wie „Die Kindheit ist der größte Schatz“ oder „Die Feuer, wer kennt sie nicht?“ textsicher mit. <h3> Comeback-Tour nach 15 Jahren </h3> 5 Jahre lang tourten Hochkofler und Lobis durchs Land und darüber hinaus. Im Vereinsheim Schwabing (München, Anm. d. Red.) saßen sogar Ottfried Fischer, <b>Michael Alinger</b>, <b>Christian Tramitz</b> und <b>Udo Wachtveitl</b> im Publikum. Im Jahr 2010, im Kabarettgarten Schloss Kallmünz, zogen die Kabarettisten dann den Stecker, und ein letztes Mal erklang der Erfolgshit „Wie ein erbrochenes Siegel“. <BR /><BR />Leo und Luis verstummten, und sie blieben es fast 15 Jahre lang – bis morgen Abend, denn dann feiert „Leo & Luis 2“, die „Ultimative Relaunch-Comeback-Tour 2.0“ im Forst Stadel auf dem Gelände der Spezialbier-Brauerei Forst Premiere. <BR /><BR />„Unsere Fans haben uns öfters darum gebeten, ,Leo & Luis‘ wieder aufleben zu lassen“, erklären Hochkofler und Lobis. „Jetzt ist die Zeit für eine aktuelle Version perfekt.“ Rothmüller, Liegl und Facchin sind erneut mit an Bord. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1101144_image" /></div> <BR />Und wie ist es Leo und Luis in den vergangenen Jahren ergangen? Hochkofler: „Sie haben sich getrennt, sind nun aber wieder zusammen, weil sie glauben, zu zweit stärker zu sein, kurz: Sie können nicht miteinander, aber auch nicht ohneeinander … Stopp, mehr verraten wir nicht. Nur: Im Grund sind sie immer noch 2 arme Würsterl, die sich ausnutzen lassen, aber sich auch gegenseitig ausnutzen und die Schuld für ihr Scheitern dem jeweils anderen zuschieben. Es ist der Werdegang von 2 Versagern.“ <h3> Der Großteil des Programms ist neu </h3>Alexander Liegl ergänzt: „Die ,Lebenslüge‘ ist noch immer das Grundthema des Programms, und das macht es heute immer noch aktuell, auch wenn das Publikum in den vergangenen Jahren die Verlogenheit der Volksmusikbranche zunehmend selbst durchschaut hat. Heute stehen die vielen erfolglosen Instagrammer und Influencer im Fokus.“ <BR /><BR />„Leo & Luis 2“ ist also keine simple Wiederaufnahme. Gabi Rothmüller bestätigt: „Etwa 80 Prozent des Programms sind neu, auch wenn wir einige Klassiker beibehalten haben.“ Und gemeinsam meint das kongeniale Quartett: „Wir sind jetzt noch sarkastischer, mit einem noch viel schwärzeren Humor.“ Und so schlängeln sich Leo und Luis wieder durch einen Live-Abend voller Tücken, an dem einiges danebengeht. Und nein, „Leo & Luis“ ist immer noch kein bunter Abend für Volksmusik-Fans. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1101147_image" /></div> Ein Schelm, wer nun Böses denkt. Nein, Parallelen zu Thomas Hochkofler und Lukas Lobis gibt es keine. Während Leo und Luis in den vergangenen 15 Jahren in der Belanglosigkeit der Branche dahin dümpelten, haben die beiden Südtirol mit Solo-Programmen, Internet-Comedy-Formaten wie „Ban Luis“ und „Wöchenschau“, Hunderten Inszenierungen und nicht zuletzt mit „Joe der Film“ begeistert. <h3> Premiere im Forster Weihnachtswald</h3>„Seit ,Joe der Film‘ besteht eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit <b>Cellina von Mannstein</b>, die die Kultur sehr schätzt, und der Spezialbier-Brauerei Forst“, erklärt Lukas Lobis. „Für die ,Leo & Luis‘-Premiere und die weiteren 9 Aufführungen wurde der stimmungsvolle Forst Stadel eigens in ,Leo und Luis Stadl‘ umbenannt, das ist für uns eine große Ehre.“ <h3> Eine fröhliche, aufmunternde Zeit</h3>„Weihnachten steht für das Miteinander und gilt als herzerwärmende Zeit des Gebens und der Liebe“, so Cellina von Mannstein. „Weihnachten sollte aber auch eine fröhliche, aufmunternde Zeit sein und somit spielt Südtiroler Kultur und Schauspiel in der diesjährigen Ausgabe eine besondere Rolle – hervorragende Unterhaltung mit den hochkarätigen Schauspielern Hochkofler und Lobis runden den Forster Weihnachtswald bestens ab.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1101150_image" /></div> <BR />Der magische Forster Weihnachtswald ist im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil der besinnlichsten Zeit geworden. Der Weihnachtswald begeistert mit knisternden Feuerstellen, einem Bauernmarkt und einer vielfältigen Marktmeile mit hofeigenen und handgemachten Produkten, heimeligen Weihnachtshütten für gastronomische Genussmomente, einem Eislaufplatz, einem Wichtelwald und vielem mehr. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1101153_image" /></div> <BR /><b>Der Forster Weihnachtswald ist bis 6. Jänner geöffnet.</b>