Samstag, 04. Februar 2017

Umfrage: Fillon kommt nicht in Stichwahl um Präsidentenamt

Der konservative französische Präsidentschaftskandidat Francois Fillon wird laut einer Umfrage die Stichwahl um das höchste Staatsamt nicht erreichen.

Dem konservativem Kandidaten Francois Fillon (rechts) wird eine Affäre rund um eine Scheinanstellung für seine Frau Penelope (links) wohl den Einzug in die Stichwahl kosten.
Dem konservativem Kandidaten Francois Fillon (rechts) wird eine Affäre rund um eine Scheinanstellung für seine Frau Penelope (links) wohl den Einzug in die Stichwahl kosten. - Foto: © APA/AFP

Stattdessen würden der parteiunabhängige Kandidat Emmanuel Macron und Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National in die entscheidende Wahlrunde am 7. Mai gehen, ging aus der am Samstag veröffentlichten Erhebung des Instituts BVA hervor.

Auf Fillon kämen demnach im ersten Wahlgang am 23. April zwischen 18 und 20 Prozent der Stimmen, auf Macron zwischen 21 bis 22 und auf Le Pen 25 Prozent. Macron würde danach die Stichwahl gegen Le Pen für sich entscheiden.

Affäre um Job für Fillons Gattin

Dem früheren Ministerpräsidenten Fillon wird vorgeworfen, seine Ehefrau Penelope zum Schein als Assistentin angestellt und mit Hunderttausenden Euro aus der Staatskasse entlohnt zu haben. Vor der Affäre galt er als klarer Favorit für den Einzug in den Elysee-Palast. Inzwischen bröckelt der Rückhalt auch in seiner eigenen Partei.

Le Pen will am Samstag ihren Präsidentschaftswahlkampf offiziell einläuten. Auf einer zweitägigen Kundgebung in Lyon will die 48-Jährige die Kernthesen ihres Programms darlegen, darunter eine Neuverhandlung der EU-Mitgliedschaft oder ein Referendum über den Austritt.

apa/reuters

stol