Mittwoch, 26. Oktober 2016

UN: 145 Kindersoldaten im Südsudan freigelassen

Rund 145 Kindersoldaten sind von bewaffneten Gruppen im Südsudan freigelassen worden. Den Kinder, die für die Anhänger des ehemaligen Vize-Präsidenten Riek Machar und anderen Rebellengruppen kämpften, wurden daraufhin Waffen und Uniformen abgenommen, hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) am Mittwoch mitgeteilt. Nun werde nach ihren Familien gesucht.

Rund 145 Kindersoldaten sind von bewaffneten Gruppen im Südsudan freigelassen worden.
Rund 145 Kindersoldaten sind von bewaffneten Gruppen im Südsudan freigelassen worden. - Foto: © LaPresse

Geschätzte 16 000 Kinder wurden nach UN-Angaben seit Beginn des Bürgerkriegs Ende 2013 im Südsudan von Streitkräften und bewaffneten Gruppierungen rekrutiert. In diesem Jahr sollen es rund 800 gewesen sein. „Mit den anhaltenden Kämpfen im ganzen Land erhält Unicef weiterhin Berichte über die Rekrutierung von Kindern“, sagte der Unicef-Sprecher im Südsudan, Mahimbo Mdoe.

2,5 Millionen Menschen auf der Flucht

Ende 2013 brach zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Machar ein erbitterter Machtkampf aus. Dem Konflikt fielen seither Zehntausende Menschen zum Opfer. Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind der UN zufolge auf der Flucht. Die jüngste Nation der Welt erlangte im Juli 2011 ihre Unabhängigkeit vom Sudan.

dpa

stol