Mittwoch, 22. Februar 2017

UN-Beauftragter dämpft Erwartungen vor Syrienverhandlungen in Genf

UN-Vermittler Staffan de Mistura erwartet bei den bevorstehenden Syrienverhandlungen in Genf keinen schellen Durchbruch.

Foto: © LaPresse

Er wolle die weitgehend eingehaltene Waffenruhe aber nutzen, um den politischen Prozess voranzutreiben, sagte de Mistura am Mittwoch in Genf.

Russland habe die syrische Regierung aufgerufen, während der Verhandlungen keine Luftangriffe zu fliegen, um den Gesprächen eine Chance zu geben.

In Genf kommen am Donnerstag Vertreter der Regierung und der Opposition zusammen, um über eine Übergangsregierung, eine neue Verfassung und neue Wahlen zu verhandeln. Die letzte Gesprächsrunde hatten die Opposition im April 2016 aus Protest gegen neu aufflammende Kämpfe abgebrochen.

Es sei nicht ausgeschlossen, dass beide Seiten sich durch Kampfhandlungen erneut provozieren wollten, sagte de Mistura. Er hoffe aber, dass die Lage unter Kontrolle gehalten werden könne. Er werde von keiner Seite Vorbedingungen für die Gespräche akzeptieren.

Seit dem Scheitern der vorangegangenen UN-vermittelten Gesprächsrunde im April 2016 hat sich das Kräfteverhältnis zu Ungunsten der Aufständischen verändert: So eroberten die von Russland unterstützten Regierungstruppen kürzlich die Metropole Aleppo zurück.

apa/dpa/afp

stol