Donnerstag, 24. Mai 2018

UN-Chef kündigt neue Abrüstungsinitiativen an

Mit neuen Abrüstungsinitiativen will UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Welt sicherer machen. Dazu wolle er unter anderem neue unabhängige Inspektoren einsetzen, die den Einsatz von chemischen und biologischen Waffen prüften, sagte Guterres am Donnerstag in einer Grundsatzrede an einer Universität in Genf.

Mit neuen Abrüstungsinitiativen will UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Welt sicherer machen.
Mit neuen Abrüstungsinitiativen will UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Welt sicherer machen. - Foto: © APA/AFP

Der Einsatz solcher Massenvernichtungswaffen dürfe nicht mehr hingenommen werden. Zudem würden die Vereinten Nationen neue Plattformen schaffen, um die atomare Abrüstung voranzutreiben.

In Syrien seien seit 2014 nachweislich wahrscheinlich mindestens 14 Mal chemische Waffen eingesetzt worden, dennoch sei niemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden. „Der Weltsicherheitsrat hat versagt, obwohl er die Verantwortung dafür hat, die Drahtzieher solcher Angriffe zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte Guterres.

Im Zusammenhang mit Syrien hat Russland zahlreiche von den USA formulierte Resolutionen blockiert. „Ich werde deshalb mit den Mitgliedern des Sicherheitsrates daran arbeiten, neue Führungsstrategien und mehr Einheit zu erreichen“, sagte Guterres. Er kündigte neue Initiativen gegen die rechtswidrige Verbreitung von Handfeuerwaffen, Cyber-Attacken und sogenannte Killerroboter an – Waffensysteme, die ohne menschliches Zutun Kriegshandlungen ausführen. Er rief die UN-Mitglieder auf, die UN-Abrüstungskonferenz und die Abrüstungskommission mit neuem Leben zu füllen. „Sie werden beide bald 40 Jahre alt, haben aber in den zweiten Hälfte ihres Daseins sehr wenig geschafft“, kritisierte Guterres.

apa/dpa 

stol