Freitag, 18. November 2016

UN-Menschenrechtler wirft Australien grausame Migrantenpolitik vor

Ein Menschenrechtsbeauftragter der Vereinten Nationen hat Australiens Umgang mit Migranten als grausam, inhuman und menschenunwürdig bezeichnet. „Australien ist verantwortlich für die Schäden, die diese Asylsuchenden und Flüchtlinge durch die ungewollte Gefangenschaft erleiden“, sagte der kanadische Anwalt François Crépeau am Freitag in Canberra. Australien interniert Bootsflüchtlinge, die das Land erreichen wollen, in Auffanglagern in pazifischen Nachbarstaaten.

Mit der Internierung von Bootsflüchtlingen will Australien Menschenschmuggler abschrecken.
Mit der Internierung von Bootsflüchtlingen will Australien Menschenschmuggler abschrecken. - Foto: © LaPresse

Crépeau ist UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte von Migranten und hatte das Lager im Pazifikinselstaat Nauru besucht. Menschenrechtler haben die Zustände dort seit langem scharf kritisiert. Die Lage der Menschen sei desolat, ihre Sicherheit nicht garantiert.

Australien will Menschenschmuggler abschrecken

Mit der Internierung von Bootsflüchtlingen will Australien Menschenschmuggler abschrecken. Die Regierung gewährt auch letztlich anerkannten Asylanten kein Aufenthaltsrecht. Die Menschen werden in Drittländern angesiedelt.

dpa

stol