Mittwoch, 17. Mai 2017

UN: Militär im Kongo hat im April 164 Menschen getötet

Das kongolesische Militär hat nach Angaben der UN-Mission im Kongo im April 164 Menschen getötet, darunter 45 Kinder und sieben Frauen.

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Die meisten der Opfer seien in der zentralen Region Kasai getötet worden, berichteten die Vereinten Nationen am Mittwoch.

In dem Gebiet kommt es seit Monaten zu Kämpfen zwischen einer Rebellengruppe und Sicherheitskräften. Den Rebellen der Kamwina Nsapu wurden mindestens 28 Menschen Tötungen zur Last gelegt.

Die UN-Mission warf dem Militär eine „unverhältnismäßige und willkürliche Anwendung von Gewalt“ vor. Streitkräftesprecher Leon Kasonga wies die Anschuldigungen zurück.

Die Truppen würden Menschenrechte respektieren, betonte er. Regierungssprecher Lambert Mende wies den Bericht ebenfalls als realitätsfern zurück.

apa/dpa

stol