Mittwoch, 19. August 2015

Unesco entsetzt über Enthauptung von Asaad

Mit Entsetzen hat die Unesco auf die Ermordung des früheren Chef-Archäologen der historischen Oasenstadt Palmyra, Khaled Asaad, durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reagiert.

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Sie sei betrübt, empört und verurteile diese schreckliche Tat, sagte die Chefin der Kulturorganisation der Vereinten Nationen, Irina Bokowa, nach Angaben der Unesco vom Mittwoch in Paris.

Asaad war am Dienstag vor Dutzenden Zuschauern auf einem öffentlichen Platz des Wüstenortes enthauptet worden.

„Sie haben ihn umgebracht, weil er sein starkes Engagement für Palmyra nicht verraten wollte“, sagte Bokowa. Asaad hatte 40 Jahre lang die archäologischen Stätten in der zentralsyrischen Stadt geleitet und war trotz des IS-Vormarsches nicht geflohen.

„Sie haben einen großen Menschen ermordet, aber sie werden die Geschichte nie zum Schweigen bringen“, sagte die Unesco-Chefin.

Palmyras gut erhaltene Ruinen aus den ersten Jahrhunderten nach Christus gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Die einstige Handelsmetropole gilt als einer der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten. Der IS hatte die Stadt Ende Mai von Truppen des syrischen Regimes eingenommen.

dpa

stol