Samstag, 20. Juni 2015

UNHCR: Legale Fluchtwege werden versperrt

Die hohe Zahl der Flüchtlinge droht nach Einschätzung des UN-Flüchtlingskommissariats UNHCR die Städte und Dörfer der wenigen reichen Aufnehmerländer zu überfordern. „Vergangenes Jahr wurden an jedem Tag 42 500 Menschen zu Flüchtlingen, Asylsuchenden oder Binnenvertriebenen“, erklärte das UNHCR zum Weltflüchtlingstag am Samstag. Das seien viermal so viel wie vor vier Jahren.

Symbolbild
Symbolbild - Foto: © APA

Während dieser Tragödie schlössen einige Länder, die helfen könnten, ihre Grenzen und die Feindseligkeiten nähmen zu. „Die Möglichkeiten schwinden, über legale Wege Zuflucht zu finden“, hieß es. Die Weltgemeinschaft müsse sich aber kollektiv der Aufgabe stellen, die zivilen Kriegsopfer zu unterstützen und Konflikte einzudämmen.

"Es wird nicht leicht oder billig, aber es wird es wert sein"

Weltweit haben laut UNHCR fast 60 Millionen Menschen ihre Heimat durch Konflikt und Verfolgung verloren. Beinahe 20 Millionen sind Flüchtlinge, mit steigender Tendenz. Deshalb müsse gehandelt werden. „Wir haben die Lösungen und die Expertise“, hieß es von seiten des UN-Flüchtlingshilfwerks. „Es wird nicht leicht oder billig, aber es wird es wert sein.“

dpa

stol